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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 10 · p. Seite 470

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 10
Article
Studien über die Tosifta II
Date
1875-01-01
Page
Seite 470 (sequence 11)
Language
German
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470 Studien über die Tosista II. Mischna und weil diese mit demselben Ausdruck wie die erste beginnt, hat man das Capitel der Tosista mit. denselben Worten angefangen. Dieses Alinea, wie es uns in der Wilnaer Ausgabe vorliegt, enthält nichts, was nicht schon in der Mischna stände; liest man jedoch הלשכה (st. אלו ואלו ,נופלץ לשיירי (לשופרי so sind wir auch darüber belehrt, zu welchen Zwecken diese Gelder verwendet worden sind. *) Wie Alinea 2 die in der Mischna blos angedeutete Controverse zwischen R. Jehuda und den Chachamim darstellt, hat R. Jehuda die Thatsache bestritten, daß es für קעין einen besondern Geldstock gegeben, u. z. aus folgendem Grunde. Das Geld für die in Rede stehenden Tauben wurde unter Assistenz eines Priesters, der sich immer überzeugen mußte, daß die Summe dem Tarif entspreche, in den Geldstock geworfen; ein etwaiger Ueberschuß wurde, wie aus Alinea 6 hervorgeht, den freiwilligen Spenden zugeführt. Am Ende des Tages leerten die Priester (man muß durchgehends anstatt טקלחין — מקכלין lesen) den Geldstock aus und kauften für die eine Hälfte des Geldes Sühnfür die andere Ganzopfer, und jede Frau die im Laufe des Tages ihr Geld in den שופר gegeben, konnte und durfte am Abend ״Heiliges" genießeil. An der Rührigkeit der Priester nun zweifelte auch R. Jehuda nicht, aber er. glaubte besorgen zu müssen, daß unter so vielen op. fernden Frauen die eine oder andere vor Abend sterben könnte, wodurch nun das eine herrenlose Sühnopfer alle Anderen טפט הוןעיזבוח ihrer reinigenden Wirkung beraubt hätte;a; demnach hält er dafür, daß es für קינין keinen besondern Geldstock gegeben, Babli sMenachoth 97 a) als auch der Jerusch almi uns eine Boraitha aufbewahrt, nach welcher der «ine Tisch mit S i lb e r, der andere mit Gold belegt war. '1 So paßt dieses Alinea zur ganzen Einrichtung der Schekelsteuer. Zur Zeit der Abgabe mußten die Zahlenden an der Casse ihren Schekel entrichten; es waren aber doch in jeder Stadt zwei Geldstöcke für Schekalim angebracht, auf daß auch Jene, die im Vorjahr oder zu Anfang des Jahres ihren Schekel zu zahlen nicht in der Lage waren, nachträglich ihrer Pflicht Genüge leisten mögen. ») Gittin 3. S.

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