Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 10 · p. Seite 467

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 10
Article
Studien über die Tosifta II
Date
1875-01-01
Page
Seite 467 (sequence 8)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
85% known words query
IRI
…/2829132-2829458-2829469-2868942--16438-2868991
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Studien über die ToNfta II. 467 Tempels aufgestellten Tische hatten zum Theil Marmor-Platten, zum Theil waren sie mit Gold oder mit Silber belegt. Die acht Tische im Schlachthause, auf welchen die Opfer- Intestina gereinigt wurden, hatten sämmtlich Marmorplatten; von den zweien in der Nähe des Opferaltars hatte der eine, auf welchen die Opferstücke gelegt wurden, eine Marmorder andere für die Opfergeräthe eine Silberdecke. Von den zweien im Säulengang hatte der eine, auf welchen die Schaubrote beim man die Zahl dreizehn als die Summe der Thore des הר הבית und der עזרה ansieht, denn abgesehen davon, daß nach den Chachamim in Middoth der Tempelberg 5 und der innere Hof 7 Thore hatte, ist deren Vertheilung nach den Verschiedenen Himmelsgegendenvon der inSchekalim aufgeführtenmannigfach abweichend. Nach dieser zweiten Relation hatte der Tempelberg im Norden das Thoros-Thor (es muß, wie mein lieber College, Herr Di. M. Brann, mich aufmerksam gemacht, anstatt טדי vielmehr טרי *) gelesen werden) für die durch Samenflnß (dooog) verunreinigten Personen, im Osten das Susa-Thor, im Süden die Zwei Hulda-Thore und im Westen das Garten-Thor (xy710g); der Vorhof hingegen hatte im Norden drei Thore שער הבצוץ, שער הקרכן, שער ביח המוקד, im Osten das Nika. nor Thor, im Süden das Wasser-Thor, das Bechoroth-Thor und drittens das Feuerungs-Thor, im Westen war gar keines. Demnach lagen auf der Nordseite vier, auf der Ostseite 2, und rechnet man das Nikanor-Thor für drei, so waren wieder vier, auf der Südseite fünf — und unter diesen vermissen wir das obere Thor — und endlich auf der Westseite war blos ein Thor. Vgl. noch Tamid p. 27 a, wo über die Thore der עזרה drei verschiedene Ansichten gebracht werden. Auch Iosephus zählt Thore der äußeren und der innern Mauer auf, und während er die Zahl der ersteren nicht genau und bestimmt angiebt, verwickelt er sich bei letzteren in Widersprüche. Während er in den Antiquitäten sagt, d%8 6' o fxlv ivrdg neqtßoXog, xarä!uv rd vonov xai ßögswv xXlfxay tQicrrCxovg miXmvao äXXrjXwv dts&rwm; , xarä 68 rjXCov ßoXäg, eva rov f18yavy 60' ov 7raQy8c(jL8v äyvoi!!srä yvvacxüjv (15, 11) heißt es in De bello jud. 5, 5 . . . Sv’d'sv alXoi näXcv ne'vreßaS'fAOt xXfyiaxsg ävrjyov 8711 rag 7rvXagy al crrtd fisv aQxrov xai ßoCag oxw), xad* ixärsgov ri,aaaq8gy 6vo 6’ r!crav 8g ävavo- Xyg xai ävdyxyv. . . . Ebenso scheint aus der Beschreibung dieser Thore hervorzugehen, daß nach Iosephus im Ganzen zehn gewesen seien. Doch hierüber und über das Verhältniß der mischnaitischen Angaben zu denen des Iosephus in einer anderen Studie. So kann ich auch die versprochene ״Nachlese" umgehen. *) Ist kaum richtig, denn sonst hätte das Wort mindestens lauten müsien הורן. Anm. d. Red. 30*

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.