Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 24 (1875)
- Issue
- Heft 10
- Article
- Exegetische und historische Erläuterung des acht und sechzigsten Psalmes
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 443 (sequence 11)
- Language
- German
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des acht u nd sechzigsten Psalmes. 443 wälze. ברצי bed eutet ״Erpressungen von Silber oder ״erpreßtes Silbex״" und endlich statt בזר Jmperat. בזר, dann ist der ganze V. verständlich (vgl. dazu Monatsschr. Jg. 1874 S. 386 fg.). Es ist eine deutliche Anspielung auf Aegypten. — V. 32 ist חשמניבש nichts anderes als ״ ,משמניבסH e lden. Vornehme," und statt רז חץ, das keinen Sinn giebt, muH man lesen: ר־זריבס. In V. 33—34 muß man lesen סילו לרכב בשמי statt 0) סלה לרכב. S. 437.) Der Schluß kehrt zum Anfänge zurück: Gott zu preisen, daß er Macht und Sieg verleiht. Aber nicht blos Israel, sondern alle Könige der Erde mögen Gott Lob und Preis geben. Bis auf die zwei Verse, worin einige Worte unverständlich sind: חשלג בצלמון und רגמתם, ist der ganze Psalm völlig durchsichtig, der Gedankengang klar und der Hintergrund unverkennbar. Die Situation ist deutlich gezeichnet: das Volk Israel ist macht- und kraftlos, Völker bedrohen es mit dem Untergange. In seiner Mitte giebt es Frevler , welche von Gott abfielen (סוררים), d. h. die Götzen verehren und in dieser Entfremdung das Heil suchen. Die Kleingläubigkeit zweifelte, ob Gott noch das winzige Zion liebe, ihm noch Gnade erweisen werde. Diese Kleingläubigkeit will der Psalmist bannen; er spricht die bestimmte Erwartung aus, daß Gott von seinem Volke die Todesgefahr abwenden, und sich dadurch noch mehr verherrlichen werde. Seine felsenfeste Hoffnung beruht darauf, daß Gott das einmal von ihm erwählte Zion nimmer mehr ausgeben, sein Volk, auf den: seine Hoheit ruht (על ישראל גאוחו), nimmer verlassen könne, vielmehr sich von seinem heiligt(!:!!« aus verehrungswürdig und furchtbar erweisen werde. Es ist ein parakle tischer Psalm, wie so viele im Psalter. Der Schwerpllnkt desselben liegt in den Anfangsversen: יקום אלהים יפוצו איביו, in V. 21 in der Mitte האל לנו אל למושעוח ולה' אלהים למוח תוצא־ת und am Schluffe: הוא נתן עז וחעצמוח לעם. Die Ausleger haben diesen so einfachen Gedankengang nicht erkannt, weil sie den Schwerpunkt in