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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 8 · p. Seite 356

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 8
Article
Studien über die Tosifta II
Date
1875-01-01
Page
Seite 356 (sequence 6)
Language
German
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356 Studien über die Tosifta II. sich nur auf die drei תרומות beziehen könne, denn von einem Gegensatz zwischen הרשה und ישנה kann doch wahrlich nur erst gegen Ende des Winters die Rede sein. Als Beleg für meine Emendation will ich noch die Boraitha aus 3, 2 anführen. ג׳ קופות של ג׳ ג' סאין שהן ט׳ סאין! שהן כ״ו סאין תורמין אה הלשכה ובחוב עליהן א' ב׳ ג׳ ולמה כחוב עליהן א׳ ב' ג' לומר אין מסתפק מן הראשונה קורס השנייה ומן שנייה קודם השלישית. Von dem Fall, daß auch aus der 3. Kufe vor der Zeit das Geld zu Ende gehen könnte, weiß die Boraitha nichts zu berichten. l) Alinea 3, das noch zur zweiten Mischna gehört, erzählt uns, was wir übrigens auch aus den׳ im Talmud 3, 3 citirten Boraitoth erfahren können, daß man dem Cassenbeamten sowohl vor als auch nach der Aussonderung des Geldes die Kleider un- Lersucht, daß die vor der Thür harrenden Beamten während seines Aufenthaltes in der Schatzkammer ununterbrochen sich mit ihm unterhalten, um der Welt gegenüber selbst den Schatten einer Veruntreuung von ihm abzuwenden. Dieses Verfahren O Maimonides hat durch diese Boraitha sich veranlaßt gefühlt, die Zweite Mischna unseres Perek in einer etwas geschraubten Weise zu commentiren. Er nimmt nämlich an, daß man gleich zu Anfang des Jahres drei große Behälter a neun Saa gefüllt habe; aus diesen hat man nun drei Mal im Jahre in die drei kleinen Kufen a drei Saa Geld gegeben, und zwar, wie er zu 3, 4 bemerkt, so, daß jede kleine ein Mal im Jahre aus jeder der großen Kufen gefüllt wurde. Za diesem Zwecke sollen auch die Lederdecken gedient haben, um nämlich dem Cassenbeamten ins Gedachtniß zurückzurufen, bei welchem der drei großen Geldbehälter er das vorige Mal die Hebe auszusondern begonnen. Nun will ich nicht sagen, daß es höchst eigenthümlich ist, Lederdecken als mnemotechnische Zeichen zu gebrauchen, aber das Eine möchte ich gegen denTofsaphot Jom tob — welcher die Auffassung Maimuni's gegen Bartinora vertheidigt — hervorheben, daß diese Erklärungsweise nicht mit der Tosifta zu vereinbaren seu Nach Alm. 4 legte man auf den Geldbehälter, aus welchem die Hebe genommen wurde Lederdecken, damit die während des Sommers einlaufenden Gelder mit den ersten Schekalim nicht vermengt werden. Wenn man nun die numerirten Hohlgesäße nicht direct aus der Lischka, sondern aus drei großen Kufen, und wenn man diese, wie Maimuni annimmt, gleich zu Anfang des Jahres ganz gefüllt hat, wie konnte da eine Vermischung möglich sein und wie konnte, was noch mehr zu betonen ist, die zweite und dritte aus den Schekalim der Galo genommen werden? ß

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