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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 8 · p. Seite 354

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 8
Article
Studien über die Tosifta II
Date
1875-01-01
Page
Seite 354 (sequence 4)
Language
German
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'354 Studien Über die Tosifta II. thum mit der Verwaltung ihres Amtes in Zusammenhang bringt und sie entweder als bereits von der Nemesis ereilt oder für Solche ansieht, die früher oder später der göttlichen Strafe anheimfallen rnüfsen. (3, 2s. Das Patriarchenhaus, welches durchaus nicht das Privilegium der Steuerfreiheit besaß, hatte insofern ein Vorrecht, als es seine Schekalim nicht erst in den Geldstock warf, sondern unmittelbar an die Schatzkammer ablieferte, auf daß der Cassenbeamte sie in die Kufen zu geben nicht verfehlen konnte. Dies geschah etwa nicht in der Absicht, ein Praerogativ vor dem Volke geltend zu machen, sondern vielmehr aus religiösem Eifer, aus dem Bestreben, gleich an den ersten Opfern des Jahres thatsächlich Antheil zu haben. Die Formalität bei der Aussonderung der Geldhebe war eine sehr einfache. Der Cassenbeamte nahm gewissermaßen durch das Wort אתרום nochmals Erlaubniß von seinen College«, die Funktion ausüben zu dürfen, worauf sie ihm drei Mal mit dem Worte תרום antwarteten (3, 3). Nachdem die drei Holzgefäße gefüllt waren, legte man auf das in der Schatzkammer aufzubewahrende Geld Lederdecken, damit die während des Sommers aus der Goa einlaufenden Schekalim nicht mit den alten vermischt werden. Diese Vorsicht galt dem Auslande, denn wenn auch alle Opfer dem ganzen israelitischen Volke zu Statten kommen, so hat man doch das Verfahren beobachtet, bei den verschiedenen Geldheben der betreffenden Steuerzahler immer ausdrücklich in erster Reihe zu gedenken. (3, 4). Zu diesen vier Mischnajoth des dritten Perek gehören die ersten^ fünf Alineas vom zweiten Capitel der Tosifta. Alin. 1 beschränkt sich blos auf die von R. Joss b. Jehnda herrührende Erklärung des Wortes פרס, nach welcher es entweder 7106g oder, was wahrscheinlicher ist, nkqos, ') bedeutet. Der Talmud freilich begnügt sich mit dieser Etymologie schon aus dem Grunde ') Das Wort naqoc kommt in der gr. Prosa nicht vor. Gattin p. 21 a b, scheint פרום mit קידום gleich gesetzt zu sein, und das Letztere ist unstreitig xcuqos, die Frist. Anm. d. R.

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