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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 6 · p. Seite 275

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 6
Article
Studien über die Tosifta II
Date
1875-01-01
Page
Seite 275 (sequence 2)
Language
German
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Studien Äer die Tosifta II. 2-5 selbst die allerwichtigsten Normen, sobald dieselben nicht controvers sind und keiner weitern Erklärung bedürfen, ganz mit Stillschweigen übergeht. Wollte man nun jene unerwiesene Ansicht, welche die Tosifta als die Krystallisationsform des Halachastoffes während einer bekannten Phase betrachtet, auch nur für kurze Zeit gelten lassen, wollte man eine klare Vorstellung über die Halachaentwickelung während der Tan arten- Epoche einzig und allein aus der Tosifta gewinnen, wahrlich man müßte tausend und tausend gewagte Sprünge machen um über die unansfüllbaren Lücken, um über die gähnenden Klüfte hinwegkommen zu können. Zum Glück jedoch sind diese Lücken selbst für den Kurzsichtigsten vorhanden, und so darf ich es mir füglich ersparen, die Unrichtigkeit jener Ansicht an dem in der Ueberschrist genannten Traktat nochmals nachzuweisen. ■) Um den fragmentarischen Charakter und die Abhängigkeit der Tosifta zu Schekalim von der Mischna recht klar und deutlich hervortreten zu lassen, werde ich diese in ihrem einheitlichen logischen Zusamnienhange nicht auf einmal, sondern blos abschnittweise darstellen und an diesem Leitfaden die Tosifta einerseits in ihrem Verhältniß zu den Mischnajoth, anderseits in ihrer Beziehung zu dem im Jeruschalmi erhaltenen und im Babli zerstreut sich findenden Boraitoth untersuchen. Was nicht streng in den Rahmen dieser Untersuchmig gehört, werde ich am Ende dieser Studie als Nachlese zusammenstellen. Hier sei nur nochmals hervorgehoben, daß meine Behauptungen über die Tosifta sich immer nur auf den behandelten Traktat beziehen; Schlüße per snslvgism auf das Ganze zu ziehen, kann und darf ich mir heute noch nicht gestatten. ») Wenn ich auch sowohl gegen die Theorie Zuckermandel's als auch die Hypothese Dünner's schon in meiner ersten Studie Stellung genomnie» habe, so werde ich doch auch in Zukunft nicht verfehlen, gelegentlich auf die Klippen hinzuweisen, an welchen die bisher gemachten Versuche, das sogenannte Tosifta-Problem zu lösen, scheitern muffen.

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