Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 24 (1875)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Vermischung von Jüdischem und Heidnischem aus neuer und alter Zeit
- Date
- 1875-01-01
- Page
- Seite 272 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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- Rashi 1× ep/1002670
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272 Noten zum vorstehenden Artikel. Noten zum vorstehenden Artikel. ') Der Reim erde-werden ist im Mhd. nicht ungewöhnlich. *) Nach meiner Vermuthung: die Bibel. 9) bible-nidre, auch dieser Reim geht im Mhd. an. 4j Ein ganz richtiger mhd. Genetiv. ״) Für ״Gottes", vgl. die hebr. Schreibung אלקים, das franz. sacre bleu (für Dien) und ähnliche decente Schreib- und Sprechweisen. •i vermut, vielleicht - vrönraot, Frohmuth, personificirt. Was be^e mxxt betrifft, so kann, da das נ im Texte auch für ב angesehen werden darf, auch bebe mut - hebemuoter, hevenmoter - Hebamme gelesen werden. Das dritte Wort, wie der Sinn des Satzes, ist mir unverständlich. י) wihvalte auch wile - das Schicksal. wilsaelde, das von der wile (Schicksal) abhängige durch die Zeit der Geburt bestimmte Schicksal, Mhd. Wörterb. v. Müller und Zarnke 8. v. - tara ahd. damnum laesio, Ahd. Sprachschatz von Grass 8. v. *j Der Sinn ist wohl: das schädliche Schicksal fahre unter meine Sohle. 9J Der gratlose Fisch ist nach Herrn Haupt eine Bezeichnung für penis, vgl. piscis, sowie das hebr. לויתן, das Raschi zu Hiob 3, 8 nach dem Jeruschalmi als מחברת איש ואשתו erklärt. 0י) mereminne - Meerweib, dann überhaupt wildes Weib (Müller und Zarnke und Grimm Mytholog. 8. v.) Die drei Meerminnen, welche den drei Parzen entsprechen und aus denen im Christenthum die Personifikationen von Glaube, Liebe, Hoffnung geworden sind, kommen auch in einer Fortsetzung der Marginalnote <p. 89 v) vor. Dort heißt es nämtich די אינא בראט_דן_ורם די אנדרא בושט דן שדן די דריטא הטא אינן איעיל d. h. offenbar; die eine bereitet den Faden, die andere büßt den Schaden, die dritte hat einen Engel. Alles sonst zu dieser Stelle Gehörige ist völlig verwischt und unlesbar. ") Der Sinn ist nach meiner Vermuthung: die eine;der Meerminnen) schlägt (die Gedärme), die andere rächt's, die dritte rückt's (bie Gedärme) in die lgehörige) Stätte (oder Lage.)!*) Der Sinn ist wohl: Breche das schädliche Schicksal entzwei! Was bedeutet aber wilius e wilius? Ist es vielleicht eine Anrufung des Llius (des Sohnes sc. Gottes), welcher die wile zerbrechen soll? Vielleicht gab der Gleichklang der lateinischen Bezeichnung für den Stifter des Christenthums und des deutschen Wortes für Schicksal zu dieser Vermischung von Heidnischem und Christlichem Anlaß. Wir hätten dann in dieser Formel, insofern sie bei Juden im Gebrauche vor, eine Vermischung von Juden-