Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 5 · p. Seite 238

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension] / F.
Date
1875-01-01
Page
Seite 238 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
spine
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2829132-2829458-2829464--16163-2868668
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

238 Recenston. .Bacon dem Zauber Philonischer Rede nicht widerstehen können. Obgleich er ihn nur zweimal (De augm. sc. III c. 4 und Apopht. 120) nennt, benutzt er ihn doch häufig stillschweigend. In der Schrift 05 the advancement of learning (works Lond. 1858 III 267) kann nur Philon unter dem dort genannten Schüler Platons verstanden sein; denn die von Bacon excerpirte Stelle findet sich wörtlich bei Philon (I 633, 27). Auch die Unterscheidung der Wissenschaft im Archetypos (d. h. in Gott) von der menschlichen Wissenschaft (de augm. scient works I 464); die Doppelkräfte der Weisheit und der Macht, welche in den Schöpfungswerken emaniren (das.) und vieles Andere ist echt philonisch. Gelegenheit zu zahlreichen Anmerkungen könnte uns das zweite Hauvtstück geben, das über die allegorische Schriftauslegung Philons handelt. Doch ist nicht hier der Ort zu denselben. Nur Folgendes sei zu bemerken gestattet. Siegfrid hat auf die Besprechung der Entstehungsweise der auslegenden Schriften Philons unter Berufung auf des Ref. Schrift über Ps.-Josephus S. 137 ff. verzichtet (S. 401). Aber für die Erklärung der Deutnngsart Philons war näheres Eingehen auf diese Frage doch wohl unentbehrlich. Denn nur durch die Thatsache, daß hier Predigten zu Abhandlungen umgearbeitet worden sind, können Bedenken der schwersten Art gehoben werden. Nicht um den wahren Sinn einer Schriftstelle ist es Philon zu thun, sondern um Erbauung seiner Zuhörer. Daher die vielfachen oft schwankenden Ansichten; daher das Gewebe der entgegengesetzten Deutungen; daher die häufigen Wiederholungen. Es ist also ebenso falsch, über Widersprüche bei Philon zu klagen, wie über die des Midrasch. Uebrigens hat Siegfrid, wie gesagt, das rechte Verhältniß sehr wohl gekannt; nur hätte es häufiger zur Erklärung der philouischen Exegese benutzt werden müssen. Und nun noch einige Kleinigkeiten. Ungenauigkeiten sind es, wenn S. 10 und sonst die hXXq-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.