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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 5 · p. Seite 232

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension] / F.
Date
1875-01-01
Page
Seite 232 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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232 Recension. Zu den schwierigsten Aufgaben des Kritikers gehört der aus dem sprachlichen Material zu führende Nachweis der Abhängigkeit eines Schriftstellers von denr anderen. Bei der Unzuverlässigfeit der einzelnen Glieder des Beweises, bei der großen Zahl der in Betracht kommenden Möglichkeiten kann hier nicht genug Vorsicht angervendet werden. Häufig muß der allgemeine Eindruck vom Vorhandensein eines Zusammenhangs genügen. Daß Phiion nun von Platon in Worten und Gedanken abhängig ist, weiß man seit alter Zeit. Schon der bekannte, in seiner Form sehr alberne Ausspruch von denr Philonisiren Platons oder dem Platonisicen Philons besagt nichts Anderes. Trotzdem wird man Siegfrids Zusammenstellung der Wörter, die Platon und Philon genieiusam haben, (S. 32 f.) mit Tank hinnehmen. Daß hier Vollständigkeit nicht beabsichtigt und nicht erreicht werden konnte, versteht sich von selbst. Aber es findet sich auch manches Wort, das bester weggeblieben wäre, weil es nicht mehr Platon als zahlreichen von Philon benutzten Dichtern, Rednern, Philosophen und Geschichtschreibern angehört. Als solche seien bloß folgende herausgegriffen: ä&vuoc, äfiir/cos, avtutrxvvitw, agiOfX'vrjjxöv&vmv, äqvrjoui, av-Ü&deia, (hpoq'tju, y7)QvrQ0(ptw, tjiäkixTOc, imxhjV, toxxqoQog, hsqofi'qxiqc, xaraSaqOävm, xaxiQx), xaTaXoy&Stjv, Äsovrij, Xijfifia,!xavöc, ywai’orq;, fivüv'idrfi, naiSorqoq&o), 7toXvcrqo<j10i, v7romf17rXr](it, reqaTwö^, rogrerw. Dasselbe läßt sich auch von der Uebersicht über die philonischplufarchische Gräcität (S. 38 f.) sagen, die übrigens eine vollständige Bewährung des Zusamnienhangs ergiebt, der wenn auch bloß mitttelbar zwischen diesen beiden in ihren Bestrebungen und Anschauungen verwandten Männern besteht. Von dem Einflüsse, den die griechische Philosophie auf Philon geübt hat, hat Siegfrid nur eine kurze Skizze entworfen (S. 139). Hier wäre viel nachzutragen. Beispielsweise finden sich bei Philon eine große Menge von Entlehnungen ans den

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