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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 4 · p. Seite 169

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 4
Article
R. Simeon ben Zemach Duran
Date
1875-01-01
Page
Seite 169 (sequence 10)
Language
German
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R. bimeon ben Zemach Duran. 16S hung des Islam die Bibel sowohl unter Juden als Christen verbreitet war und daß es Letzteren auch nie einfiel, eine ähnliche Beschuldigung gegen die Juden zu erheben. Duran weist durch viele Belege nach, wie Mohammed seine Unwissenheit durch sine üppige Phantasie zu decken verstand. Ein weiteres Kennzeichen des Koran ist es, daß er sich in häufigen Widersprüchen bewegt, er lehrt oft an der einen Stelle das Gegentheil dessen, was an einer andern behauptet worden. So läßt sich nicht nnt Bestinnntheit behaupten, daß der Koran konsequent den Determinismus lehrt, und aus einigen Stellen läßt sich nnt demselden Recht die menschliche Willensfreiheit entnehmen. Im Ganzen ist dieses angeblich göttliche Buch dermaßen gedankenlos angelegt, stehen die einzelnen Sätze in so lockerem, unlogischem Zusammenhang miteinander, daß darin keineswegs das Gepräge einer Hähern Inspiration zu erkennen sei. Mohammed sucht für die Einheit Gottes Beweise §u erbringen, das ist aber die Art eines Philosophen und nicht eines göttlichen Gesetzgebers, welcher nicht beweist, sondern lehrt und dekretirt. Der Koran hätte allenfalls ein nicht unbedeutendes Verdienst um die Araber sich erwerben können, wenn er in leichtfaßlicher, durchsichtiger Sprache geschrieben wäre, was aber nicht der Fall ist, da er die widersprechendsten Kommentirungen hervorgerufen und viele Bekenner des Islams ihr ganzes Leben auf sein Studium verwenden, ohne ein klares Verständniß von ihm zu gewinnen. Was den Inhalt des Koran anlaugt, so ist vor Allem darauf hinzuweisen, daß er nichts Neues von Bedeutung enthält. Mohammed verfuhr eklektisch; er erkennt sowohl Moses als Christus als Propheten an, die Bibel und die Evangelien sind ihm gleich göttliche Bücher, obzwar er sich hütet, die vom Christenthum gelehrte Trinität mit in den Kauf zu nehmen — was übrigens von Durans Standpunkt aus, nach welchem das Urchristenthum die Trinität nicht kennt, nichts auf sich hat. Das Vernünftige im Koran ist dem Judenthum entlehnt, das eigens

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