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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 4 · p. Seite 168

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 4
Article
R. Simeon ben Zemach Duran
Date
1875-01-01
Page
Seite 168 (sequence 9)
Language
German
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108 R. Simeon den Zemach Duran. Leben, ihre Lebensfähigkeit bei der Befolgung der christlichen Morallehre, die auf die Beschaffenheit der menschlichen Natur keine Rücksicht nimmt, könnte aber nimmermehr die menschliche Gesellschaft Bestand haben. 2) Der Islam- Weniger aus praktischen Zeitbedürfniffen, sondern aus rein theoretischen Beweggründen unterzieht Duran, nachdem er sein Urtheil über das Christenthum abgegeden, auch den Jslaur seiner scharfen Kritik. Der Mohammedanismus war in den Zeiten Duran's Keineswegs bekehrungssüchtig, verbargen doch die Mohammedaner, wie er uns erzählt, den Koran vor den Augen der Juden. Aber Duran glaubte wohl es sich selber schuldig zu sein, auf die Religion des Landes, in welchem er lebte, einen prüfenden Blick zu werfen. Dem Mohammedanisnms gegenüber, welcher hochmütbig sich in sich selbst zurückzog, glaubt Duran keinen befferen Ton a uschlagen zu dürfen, als den ironischen. Er sucht ihn einfach lächerlich zu machen und damit zu verurtheilen. Dabei übt er etwa keine oberflächliche Kritik, begnügt sich nicht mit wenigen hingeworfenen satirischen Bemerkungen, er wendet vielmehr ein reiches Material auf, welches ihm durch seine nicht geringe Kenntniß der arabischen Literatur zu Gebote stand, uni den Mohammedanismus in's rechte Licht zu setzen. Die Kritik zerfällt nach ihren Gesichtspunkten in zwei Theile 1. in die des Koran nach seiner äußeren Beschaffenheit. 2. Nach seinem Lehrinhalte. Der Koran, den Duran in der Ursprache gelesen und aus dem er auch in arabischer Sprache citirt, giebt sich als göttliches Buch aus. Nun aber deutet das Vorhandensein von unzähligen Irrungen, von welchen er bei der Erwähnung biblischer Berichte wimmelt, durchaus nidjt auf seine göttliche Eigenthümlichkeit hin. Freilich dreht Mohammed den Spieß um und behauptet seinerseits, daß die Juden ihm zu Trotz die Bibel gefälscht und verstümmelt hätten. Wie lächerlich aber diese Beschuldigung sei, läßt sich schon daraus ersehen, daß längst vor der Entste-

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