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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 3 · p. Seite 137

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 3
Article
Studien über die Tosifta I
Date
1875-01-01
Page
Seite 137 (sequence 12)
Language
German
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Studien über die Tostfta. 1S7 in neuester Zeit aufgestellten Hypothesen über die Tosifta ins rechte Licht zu stellen. Denn mögen auch die Hypokritiker zu der Behauptung sich versteigen, daß Sifra gleichfalls ein Sam׳ 111 eiwerk der Amoräer oder gar der Saburäer sei, so dürften sie doch für die Aufnahme von Mischnajoth in dasselbe kaum einen plausiblen Grund ausfindig machen, abgesehen davon, daß sie auch über den secundären Charakter der aus Torath-Kohanim entlehnten Boraitoth nicht hinwegzukommen vermögen. ') Alinea 10 a lautet ganz so wie die Mischna 4, 6 nur daß der Name R. Jochanan b. N. ausgefallen ist. Eine kleine Abweichung jedoch hat die Tosifta auch hier, und diese ist umso beachtenswerther als dadurch der den babylonischen wie den palästiuensischen Amoräern in gleicher Weise aufgetauchte Zweifel, ob das Wort מכולכם auf die drei Gruppen der Bibel oder auf die Dreitheilung des Neujahrsgebetes sich beziehe, sozusagen mit einem Federstrich gebannt ist. Nach der p. 32 a citirten Boraitha, die weder mit der Mischna noch mit der Tosifta übereinstimmt, ist die einzig richtige Leseart: אבם אמר שלש מכולכם יצא und wenn R. E. Wilna den zufällig correcten Text der Tosifta nach der Mischna emendirt und שלש zweimal liest, *) so scheint ihm entgangen zu sein» daß der Talmud selbst p. 32», wenn auch nicht ausdrücklich, die Mischna rectificirt. *) Alinea ') Auch die hier in Rede stehende Boraitha verleugnet diesen Charakter nicht. Sifra und Tosifta haben beide ואט ר כדברי ריב״נ ואמר ברברי ר׳ עקיבא nur in Rosch haschana lesen wir .ועשר. Und diese Abänderung hat auch ihren guten Grund; denn mit der ursprünglichen Leseart verträgt sich die Antwort R. Scira's לומר שתוקעין למלכים durchaus nicht. Oder wurden solche Lesearten wirklich in einem geheimen Fache aufbewahrt, zu welchem die Amoräer Jahrhunderte hindurch keinen Zutritt hatten? Ist dies der Fall, dann wird uns auch hoffentlich Herr l)r. Dünner den Schlüssel zu jenem geheimen Fache zeigen. a) Daß nicht Alle?, was im Namen des Gaon veröffentlicht toorden, von ihm herrührt, daß seine Jünger blos nach ihren Notizen die Edition seiner Werke besorgten, ist ja bekannt. Wir wissen also auch hier, wen die Schuld voreiliger Emendationen trifft. *) Im Jeruschalmi 4, 8 heißt es noch viel deutlicher י א«" שלש.'kt

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