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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 3 · p. Seite 117

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 3
Article
Neue Wahrnehmungen an Eldad Haddani, Jehuda ben Koreisch und Saadia
Date
1875-01-01
Page
Seite 117 (sequence 7)
Language
German
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Jehuda J6en Korsisch Md Sssdia. M Der Text bei de Lagarde ist seinem Grunde nach zwar zumeist saadiamsch, wie die vielfachen Uebereinstimmungen mit dm einem einzigen Exemplar stammen. Jetzt veröffentliche ich eine mir damals unbekannte Notiz, die als ein historisches Z 6 u gniß für jenen damals nur durch Combination gefundenen Satz gelten darf. I. 231, 14 ff. wird berichtet, die Davididen hätten aus Betaris ein einziges Exemplar der hebräischen heiligen Schriften mit sich genommen, aus dem dann die anderen copirt wären. Dazu wird von de Lagarde in einer Anmerkung noch Folgendes gefügt: das ganze Schriftstück trügt völlig den Charakter der Volksliieratur, die ״gedruckt in diesem Jahr" keine Zeit und keine Chronologie kennt, aber das Wesentliche aus der Geschichte, wie das vorige Jahr gezeigt, mit überraschendem Scharsblick erspürt. Der Stubengelehrte kann solcher Literatur gegenüber leicht eine hämische, ja eine scheinbar vernichtende Kritik üben, die doch auf die Dauer nicht hindern wird, daß die Wahrheit anerkannt werde. Diesen Herren gegenüber genügt es, .darauf zu verweisen, daß wegen I, 231, 15 jenes Schriftstück im großen Ganzen der sogenarmten geonäischen Zeit angehören muß." Wir sind glücklicher Weise harmlos und unschuldig genug, auch nicht eine einzige dieser zarten Anspielungen zu verstehen, und fühlen uns darum auch sicher vor dem Verdicte, das Herr de Lagarde von vorne herein über all jene Stubengelehrten aussprach, die es etwa wagen würden, die Historicität seiner Quelle in Verdacht zu ziehen. Wir thuen dies, und vermuthlich auch jeder unbefangene, vorurtheilsfreie Leser mit uns, dem wir Alles, was de Lagarde's Gewährsmann mittheilt, vorführen wollen. Der jedenfalls christliche Autor will eine Geschichte der Ueberlieferung der Thora geben und nennt sämmtliche, ihm bekannte Traditionisten. Er beginnt damit, daß die Thora ursprünglich hebräisch geschrieben war, und legt das Bedürfniß für eine Uebersetzung ins Arabische dar. So weit ist der Mann sicherlich jüdischen Autoren, vielleicht gar dem Saadia selbst gefolgt; denn gerade in diesem Punkte disseriren seine Angaben von denen des syrischchristlichen Schriftstellers (Materialien II), der die Thora ursprünglich syrisch geschrieben sein läßt, woran allerdings manche Talmud- und Midrasch- Stelle anklmgt, was aber in dem christlich-syrischen Midrasch (Mat. fl) öfters, besonders scharf auf S. 91 betont wird, wo der Autor ungefähr Folgendes sagt: Wir behaupten, daß die Sprache des ersten Mmschenpaares die syrische war, was die Hebräer die Targum-Sprache nennen; wer da sagen will: die ״hebräische" irrt; denn, wie Adam im Paradiese.yjest, legt Gott ihm die Worte in den Mund: משתבח שמך אלהא, und das ist doch syrisch! Sonst stimmen beide Berichte bis Nithai haarbeli [גאוזן אלאדבלי] übe rein. Die Traditionisten, welche die Thora nach Mose überlieferten [׳ [אלאחבאר אלד סלמוא אלתוראה בעד מוסיbilden folgende Reihe: Josua, Othniel, Ehud, Schamgar, Barak, Gideon, Wimslech, Tola, Jak

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