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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 2 · p. Seite 75

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 2
Article
Die in einer Münchener Handschrift aufgefundene erste lateinische Übersetzung des Maimonidischen "Führers"
Date
1875-01-01
Page
Seite 75 (sequence 9)
Language
German
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IRI
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Uebersetzung des Maimonidischen ״Führers." 75 Mich» ist in Nicha zu emenbiren und entspricht אלנכאע — Rückenmark int arab. Texte: ואלעצב אלרי ארותיג פי תחריך אלאעצא אכרג מן א ל נ כ א ע. Einige Zeilen weiter in demselben Kapitel behält Charisi (nach dem Citat bei Munk III, p. 250 Note 1) den arab. Ausdruck bei אחר כן נברר ונתמלט הגיר העצבי מקצת גיר הנקרא עצלה der Lateiner übersetzt jedoch rtnbestimmt: poslea vena quaed a m procedit ab illo termino. 37 ,111 מ JLn-T.: Hl, 36 Einst. arab. הנה התבאר שסקירה כ ם י ק ר א. patet igituv qitod si lingalur tinctura rubea qoae vocalur arabice Almagra (Hdsch. al miff ra;. פקד תכין אן רשמה באל מגרה. Der von Giustiniani veröffentlichte Text ist arg verwahrlost und kann ohne Zuhilfenahme der Handschrift und des hebr. Textes in den meisten Fällen nicht gebraucht werden. Falsche Jnterpunktation, Auslassung ganzer Zeilen und Sätze, unrichtige Schreibung der hebr. Worte und die verkehrte Auflösung der in den alten Handschriften gebrauchten Abkürzungen wirken zusammen, um den Leser, der lediglich auf diesen Text angewiesen ist, irrezuführen oder ihm das Verständniß des Inhaltes vollkommen unmöglich zu machen. Schon Jos. Justus Sealiger und Burtorf 23) haben diese Mängel des Giustiniani'schen Textes hervorgehoben, doch ist des Letzteren Aeußerung übertrieben und besonders das harte Urthcil über die Latinität des Uebersetzers unzutreffend. Der Uebersetzer hat sich so eng als möglich an den hebr. Text des Chorist, allerdings oft auf Kosten der lateinischen Sprache augelehnt, aber der durch Vergleichung mit der fast durchgehends vortrefflichen Handschrift gereinigte und wiederhergestellte Text bietet ein Latein, das nicht besserund nicht schlechter als das bei den Scholastikern des 13. Jahrhunderts gebrauchte ist.

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