Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1875-01-01 · Heft 2 · p. Seite 52

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
24 (1875)
Issue
Heft 2
Article
Die Anfänge der Nabatäerherrschaft
Date
1875-01-01
Page
Seite 52 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
89% known words query
IRI
…/2829132-2829458-2829461-2868424--15952-2868437
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

52 Die Anfänge der Nabatäerherrschaft. phanus, vergl. Quatremere a. a. O. p. 36 fg.) und außerdem noch mehrere Städte und Flecken am rothen Meere. Nach Westen zu, auf der Straße nach dem Mittelmeere lag ihre Stadt Abod a, oder Eboda, deren Trümmer aufgefunden wurden. Ueber- Haupt hatten sie Handelsstraßen angelegt, welche einerseits bis Gaza und andrerseits bis Babylonien und C h ara x (Pas i n u), am Zusammenfluß vom Euphrat und Tigris, führten, wie Strabo und Plinius berichten. Die nabatäischen Könige, die in Petra oder Arekem residirten und die Stadt durch große Bauten verschönerten, kommen öfter in der Geschichte der Römer und Judäer vor. Sie führten bei den griechischen und lateinischen Schriftstellern den Namen Aretas oder Malchus oder Abo das; hin und wieder kommen auch andere Namen vor. Zur Zeit der Makkabäerkämpfe standen die Nabatäer auf so gutem Fuße mit den Judäern, daß Juda Makkabi seinen Bmder zu ihnen sandte, um bei ihnen Werthsachen zu deponiren. Was die Abstammung der Nabatäer betrifft, so hat Quatremvre nachgewiesen, daß die echten Araber sie niemals als Stammverwandte anerkannt haben; sie nannten sie נבט oder נבוט Plur. אנבט und gaben an, daß die Syrer oder Chaldäer, welche die syrische Sprache redeten, von den Arabern Nabat genannt worden seien (bei Quat. p. 100 fg.) Daß sie syrisch gesprochen haben, beweist nicht so sehr die Nachricht bei Diodor (XIX, 96), daß sie an Antigonos einen Brief in dieser Schrift geschrieben: imazoÄrjV yqdipavreg 2volo1g yqa/.1/xafftv — denn diese Stelle will wohl nur sagen, daß sie nicht griechisch geschrieben haben, und ihr Schriftcharakter kann syrisch gewesen sein, wenn ihre Sprache auch arabisch gewesen wäre — als vielmehr einzelne Sprachelemente, welche Quat. aus der arabischen Literatur zusammengestellt hat. Arabische Schriftsteller geben an, daß die Nabatäer ״rothen Weizen" durch חטא סומקא bezeichneten; das Wort ״klein" drückten sie durch ווטא aus.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.