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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 11 · p. Seite 511

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 11
Article
R. Simeon ben Zemach Duran
Date
1874-01-01
Page
Seite 511 (sequence 13)
Language
German
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R. Simeon Den Zemach Duran. 511 nen, so ist sie am stärksten, wenn die Sinne ruhen, also im Schlafe. Er widerlegt auch die Ansicht älterer Philosophen, welche die Einbildungskraft zusammengesetzt aus den Sinneseindrücken und dem Denkverniögen sich gedacht haben. Sie erreicht die höchste Stufe, wenn sie das Erschauen der Zukunft im schlafenden oder wachen Zustand, die prophetische Vision, bewirkt. In beiden Zuständen findet eine Wahrnehmung statt, nur mit dem Unterschiede, daß sie im erstern Falle potentiell, im letzteren dagegen actuell ist. Den Schlaf erklärt er aus dem Zurücktreten des Gemeinsinnes nach Innen, während das Erwachen durch das Hinaustreten desselben m die Sinne entsteht. Das Erfahren der Zukunft ist daher im Schlafe eher möglich, weil die äußeren Sinnesstörungen nicht vorhanden sind. In Bezug auf die Entstehung und Möglichkeit der wahren Träume folgt Duran den Auseinandersetzungen Gersonides.') Daß ein Vorhermissen des Zukünftigen und zwar nach allgemeiner Anschauung unter dem Einfluß des energetischen Geistes im Zustände des Traumes möglich ist, daran zweifelt er-, da er es ohnedies durch ein Zeugniß aus eigener Erfahrung bekräftigen kann, ebensowenig wie Gersonides. In einem Punkte jedoch kann er mit Gersonides nicht übereinstimmen. Dieser sucht nämlich das Problem, wie das durch den energetischen Geist Vorhergewußte und dem Menschen Mitgetheilte, das demnach nothwendig eintreffen müsse, die Willensfreiheit nicht aufhebe, durch die Behauptung zu lösen, daß, weint auch Alles vom energetischen Geist vorher gewußt wird, es trotzdem in der Macht des Menschen liege, aus freier Wahl gegen die Bestimmungen der Himmelskörper zu handeln. Dagegen wendet nun Duran ein, daß damit der Widerspruch noch nicht gelöst sei. Denn wenn der energetische Geist einmal Alles weiß, so weiß er auch, daß der Mensch anders handeln werde, als wie es durch die himmli- .11 ,מלחמוח הי(י

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