Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 23 (1874)
- Issue
- Heft 11
- Article
- R. Simeon ben Zemach Duran
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 503 (sequence 5)
- Language
- German
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R- Simeon ben Zemach ®»ran. 503 fejjmig der Elemente, durch den Einfluß der Wärme, des Lichts und der Sphären auf ganz natürlichem Wege stufenweise vor sich, bis zuletzt der Mensch, die Höste Form und der Zweck der snblunarischen Schöpfung, hervorgebracht wurde. ‘) Unter den Menschen selbst giebt es aber auch Abstufungen, und ist derjenige, der sich von den Einflüssen der rohen Materie so ju. befreien weiß, daß er sich mit dem Ueberirdischen in Verbindung setzt, ein Prophet. Auch die philosophische Spekulation müsse die Möglichkeit der Prophetie zugeben, die Israeliten selbst haben aber außerdem noch eiu anderes Zeugniß für die Prophetie, das h i st o r i s ch e. Das zweite Kapitel, welches über die Prophetie Mosi's Handeln soll, wird mit einer weitläufigen, aus der! Ansichten des Aristoteles, Maimnni und Gersonides zusammengesetzten Lehre der Sphärenbewegungen eingeleitet. Duran's Bestreben ist hier namentlich darauf gerichtet, die geläufigen Vorstellungen über den Zusammenhang und das Wirker: der die Sphären lenkender: absoluten Geister, die mit Engeln identifizirt rverden, mit verschiedenen midraschischen und mitunter auch kabbalistischen Aussprüchen in Einklang zu bringen und ihnen solchergestalt der: Stempel des Judenthums aufzudrücken. So soll nach ihm der höchste Sphärenbeweger keii: anderer als der Engel Michael sein, der niedrigste dageger: der sogenarmte energetische Geist (ושכל הפועל, der die Beziehung zwischen der sublunarischen und himmlischer: Welt herstellt, der Engel Gabriel. Uebergehend zun: eigentlichen Therna über das Wesen der Prophetie Mosi's, bemerkt Duran mit Anlehnung an die tiefe n:ain:nnische Auf- כי לא נתחדש אחר יום א׳ כי אם הרות נתהוו זה מזה . . . וכל הרות ף אינם אלא הרככות מד׳ יסודות. Diese Ansicht wäre demnach die der sögenannten platonischen des Nachmani entgegengesetzte. Ist nach der platoirischen Lehre die ungeordnete Materie ewig und Gott der Formgeber, so ist nach der Drrran'schen die Materie zwar erschaffen aber die Form auf dem Wege der natürlichen Entwickelung entstanden.