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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 11 · p. Seite 501

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 11
Article
R. Simeon ben Zemach Duran
Date
1874-01-01
Page
Seite 501 (sequence 3)
Language
German
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R. Simeon Ben Zeniach Duran. 501 für seine Zeit stciunenswerthe Belesenheit. Fast auf jedem Blatt bringt er Auszüge aus den vorzüglichsten Schriften von Alfar a b i, A l g a z a l i, den er stets Abu-Hannned nennt, I b n- R o s ch d und Ibn - Sina. Nachdem Tendenz nnd Methode, der religionsphilosophifchen Schriften Durans, auf die allerdings das Hauptgewicht gelegt werden muß, untersucht wurden, wollen wir eine inöglichst gedrängte Analyse seiner Hauptschrift zu geben versuchen. Erster Abschnitt. Tiefer Abschnitt, welcher entsprechend der erste» von Duran aufgestellten Grundglaubensleyre, Dasein, Einheit und Unkörperlichkeit Gottes zum Gegenstand nimmt, wird mit äußerster Kürze behandelt. Für den Israeliten, sagt Duran, bedarf es gar nicht des mühseligen und irresührenden Weges der Spekulation, um zur Erkenntniß des göttlichen Wesens zu gelangen. Sie ist ihm durch die Propheten, die auf den! Wege der Inspiration, einer Anlage des Geistes, deren Ursprung zwar dunkel, deren Vorhandensein aber nicht geleugnet werden kann, die Gottheit erfaßt haben, gesichert. Nachdem er daher bei jede«! Punkte besonders die Lehre des Judenthnms hierüber anseinandergesetzt, schreitet er, uin auch das philosophische Gewissen seiner Leser zu beruhigen, zur philosophischen Beweisführung, wobei er jedoch blos die bereits von Maimuni auf Grundlage der aristotelischen Physik erbrachten Beweise in knappester Form recapitulirt. Trotzdem Duran hier in den Spuren Maimunis geht, versteht er doch, sich die Sebstständigkeit des Urtheils z" wahren, und tritt demzufolge, wenn auch in sehr zurückhaltendem nnd mildem Tone, polemisch gegen ihn auf. Maimnni, in dessen Zeit wohl recht niedrige Gottesbegriffe unter dem Volke geherrscht haben mögen, י) war in seinem ') Dies ist aus seiner berühmte» Erklärung zur Mischnah Sanhedrin p. 94 zu schließen, die überhaupt ei» interessanter Beitrag zur Kenntnis; der religiösen Zustände unter den Juden seiner Zeit ist.

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