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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 10 · p. Seite 454

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 10
Article
R. Simeon ben Zemach Duran
Date
1874-01-01
Page
Seite 454 (sequence 8)
Language
German
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454 R. Simeon b. Zemach Duran. von ihn! unbeachtet blieben, weil sie schon in ihren Consequenzen (תולרות) : die Auferstehung der Todten und Lohn und Strafe, die von Maiiuuni aufgestellt werden, mitinbegriffen sind. Denn die Zeitlichkeit der Welt müsse nur darum angenommen werden, um daraus die Möglichkeit der Wunder folgern zu könuen, andernfalls könnte man sich ganz gut nüt der aristotelischen Ansicht, welche die Ewigkeit der Materie lehrt, befreunden. ') In gleicher Weise dürfte man die Determination des menschlichen Willens behaupten, wenn sich daraus nicht die Unmöglichkeit von Lohn und Strafe ergeben würde. Immerhin jedoch, fährt Duran fort, bedürfe es einer Erklärung, warum Maimuni über das Wesen Gottes fünf besondere Glaubenssätze aufgestellt habe, da sie doch alle entweder in km eine n Satz: daß es einen lebendigen, mächtigen, willensfreien, weisen u. s. w. Gott giebt, zusammengefaßt werden konnten — wie dies Maimuni in seinem ס׳ המדע wirklich thut — oder, wenn Maim. auch die Eonsequenzen besonders aufstellen wollte, er viele andere noch hätte hinzufügen müssen. Den wahrscheinlichen Grund der Verfahruugsweise Maimuni's findet er darin, daß derselbe nur diejenigen Glaubenslehren als Grundsätze hervorhob, für welche er einen An- Haltspunkt in der Schrift vorfand. Zur Klärung der Ansichten über den doguratischen Inhalt der mosaischen Religion müsse man bestünmte Gesichtspunkte iu’s Auge fassen. Als oberstes Prinzip gelte hierbei, daß nur Derjenige e i n K e tz e r z u u e n n e u i st, w e l ch e r m i t Bewußtsein uudAbsicht einer Meinung huldigt, trotzdem er von deren Unverträglichkeit mit den Lehren der R e l i g i o n ü b e r z e u g i i st. a) Wenn aber Jemand sich zu einer Ansicht bekennt, die er als eine mit ') Vgl. Cufari, I, 67; Morel), II, 25, 26, 3V. 's Spätere behaupteten, es gebe überhaupt keine Dogmen: jedes einzelne Gebot in der Schrift sei eben ein Dogma; vgl. David ibn Simra (רדב״ו), u. a״ i, 344.

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