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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 10 · p. Seite 438

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 10
Article
Die Echtheit des Buches des Propheten Ezechiel
Date
1874-01-01
Page
Seite 438 (sequence 6)
Language
German
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438 Die Echtheit des Buches des Propheten Ezechiel. rnm nennt sie Ez. Sein weiter Blick erkannte auch gerechte und fromme Männer außerhalb des Volkes Israel an. Was folgt also daraus? Gerade das Gegentheil, was Zunz beweisen will. Noah kannte Ez. aus der Genesis, Hiob m ö gl ich er Weise aus der poetischen Composition, aber Daniel kann er doch unmöglich aus dem Buche gleichen Namens gekannt haben, weil Daniel in demselben als frommer Judäer figurirt, in Ez. dagegen als Nicht-Judäer, und weil man sonst Ez. in die nachmakkabäische Zeit setzett müßte, da die Abfassungszeit des Bitches Daniel in der Mäkkab.-Zeit allgenrein anerkannt rvird. Man kann daher nur annehnren, daß es euren frommen Heiderr Daniel entweder zur Zeit Ez. oder kurz vorher gegeben hat, der ihm als Tugendmuster würdig schien. Dasselbe kann auch der Fall mit Hiob sein. Es kann recht grrt ein Dulder dieses Namens existirt haben, auf derr Ezanspielt, rrnd derr der Verf. des Buches Hiob zum Helden genommen hat. Aber selbst zugegeben, Ez. habe Hiob aus dem poetischen Werke gekannt, so folgt daraus noch gar nichts für die spätere Abfassungszeit. Denn weder der Satan in Hiob noch der in Zacharia decken sich mit Ahriman oder Angro-Mainjus des Parsismus. Der Letztere ist das incarnirte Princip alles Bösen, Satan in biefen beiden Büchern dagegen ist lediglich ein Ankläger, tvie es solche bei jedem Criminalprozesse gegeben (vergl. Ps. 109, 6). So gut wie der Prophet Zacharia den Satan personisiciren koitnte, konnte es auch der Verf. des Buches Hiob gethan haben, ohne daß dadurch erwiesen wäre, er habe der persischen Zeit angehört. Das Buch Hiob gehört höchst wahrscheinlich der chaldäischen Zeit an; spricht es doch ausdrücklich von den Chaldäern, als einem kriegerischen Volke, und nicht, wie das Buch Daniel, von ihnen als von Astrologen. Ist das Buch Hiob בימי הכשרים gedichtet worden — wie eine Ansicht im Talmud lautet — und wofür auch die Aeramaismeu im Buche sprechen — so kann Ez. es gelesen haben, auch wenn

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