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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 10 · p. Seite 437

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 10
Article
Die Echtheit des Buches des Propheten Ezechiel
Date
1874-01-01
Page
Seite 437 (sequence 5)
Language
German
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Die Echtheit des Buches des Propheten Ezechiel. 437 mehr von den Leviten, wie es bis dahin Brauch gewesen, in den Krieg getragen werden soll. Denn uidit bloß zur Zeit der Richter, sondern auch zur Zeit der Könige wurde die Buudeslade, als Palladium, im Kriegslager mitgeführt (Vergl. Könige 5, 11, 11). Daher war die Vorschrift angeordnet, daß im Lager nichts Unsauberes wahrgenommen werden soll. (Deutevon. 23, 10 sg.): כי ה׳ אלהיך מתהלך כקרב -מחנך, kann nichts anders bedenten, als: ״die Bnndeslade Gottes mandelt inmitten deines Lagers, darum soll es heilig sein." Wenn der Chronist Historisches berichtet, dann hätte Josia diesen Brauch aufgehoben: die Leviten sollten nicht mehr die Bundeslade auf der Schulter tragen, d. h. sie nicht mehr ans dem Heiligthum ans den Kriegsschauplatz bringen. Es würde also eher daraus folgen, daß sie zu Jofia's Zeit noch vorhanden gewesen. Aber sein Nachfolger, der götzendienerische König Jojakim muß die Bunde slade mit den Tafeln beseitigt oder zerstört haben; daher wird von ihr zur Zeit des Exils nicht mehr gesprochen. Ez. kannte sie also nicht mehr, und auch nicht die Gestalt der Cherubim, obwohl er Ahronide war. Das Volk kannte sie noch weniger, da sie im Allerheiligsten standen, welches dem Volke unzugänglich war. Also die Unbekanntschaft Ez. mit der Gestalt der Cherubim kann durchaus nicht als Argument für' die spätere Abfassung Ez. geltend gemacht werden. 3) Weil Ez. Hiob und Daniel erwähnt, soll der Autor später gelebt haben. Allein ist es nicht überhaupt auffallend, daß Ez. als Ideale der Gerechtigkeit und Frömmigkeit, nicht die Patriarchen, nicht Mose, nicht David, sondern Noah, Daniel und Hiob aufgestellt? Zunz hat den Grund dieser Auffälligkeit geahnt, aber er wußte nichts damit anzufangen. In der Abhandlung in der Zeitschrift bemerkt er (S. 678): ״Dagegen spricht Ez. von drei poetischen Personen, Noa, Daniel, Hiob ...obwohl keiner von ihnen ein Jude gewesen." Nicht obwohl, sondern weil diese drei Nichtjuden waren, da-

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