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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 8 · p. Seite 382

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 8
Article
Zur Geschichte des constanten Kalenders
Date
1874-01-01
Page
Seite 382 (sequence 8)
Language
German
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382 Zur Geschichte des constanten Kalenders. 1" 15"' in der Mitte liegende Länge dem Adda'schen Sonnenjahr gegenüberstelle». Ich führte die Rechnung in dieser Weise ans und fand zwischen der Adda'schen und der wahren astronomischen Tekupha einen Unterschied von 6 d 4 h 45' 47" 44׳" also nur um 14 k 47' 5" 4"' weniger als er betragen mußte- Die Uugeuauigkeit, deren ich Herrn S. beschuldigte, ist so groß, daß man nach einigen tausend Jahren — vorausgesetzt, daß das tropische Sonnenjahr continuirlich kleiner wird — aus diesem astronomischen Moment beweisen könnte, die Adda'sche Tekupha müsse erst von Herrn Sl. entdeckt worden sein. Doch mein gelehrter Gegner erwühick auch nicht mit einem Worte, daß in seiner Hypothese von der mittleren Nachtgleiche die Rede gewesen, er bringt astr. Tabellen herbei, um dem Laien mit Zahlen zu imponiren und meinen Eiuwand, er habe das tropische Sonnenjahr für eine constante Größe gehalten, glaubt er in einer Anmerkung entkräften zu können durch die Bemerkung, ich vermuthe dies blos, weil er die seculäre Präcession nicht berücksichtigt habe. Er gesteht dies ein, aber in solchen Fällen, meint er, ist die seculäre Praecession auf das gesuchte Resultat von keiner Bedentnng. Ich will kein Wort über diese Ausflucht verlieren und stelle es der Beurtheilung der Chronologen anheim, ob eine Disferenz von 10" 26'" für 1500 Jahre von keiner Bedeutung sei Herr S. hat es aber trotz alledem für klug gefunden, die 2. Anmerkung auf p. 44 meiner Schrift nicht zu erwähnen, denn seine dort gerügte Ungenauigkeit hätte er selbst mit Hilfe seiner astr, Tabellen nicht wegdenteln können. Zum Schlüsse nur noch einige Bemerkungen. Die astr. Tabellen, die ich aus dem Toldoth haschamajim genommen und die ich, wie Herr S. am besten wissen wird, nicht gerade von ihm hätte entlehnen müssen, habe ich nur zu Berechnung für Novilunien und Quatember dieses Jahrhunderts verwerthet. Die Laplace'sche Formel habe ich p. 114 deshalb angeführt, weil ich mich ihrer in einer Weise bedienen wollte, um Herrn S. anzudeuten, ein unparteiischer Mann wisse wohl, auf wessen Seite

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