Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 8 · p. Seite 379

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 8
Article
Zur Geschichte des constanten Kalenders
Date
1874-01-01
Page
Seite 379 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2829132-2829444-2829453-2868126--15662-2868177
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Zur Geschichte des constanten Kalenders. 379 gekannt und daß die Im Talmud ermähnte Grenze für die Tekuphoth Tebeth sich unmöglich auf die Sanmel'schen beziehen könne, so bleiben seine Beweise, ohne daß er meine zu rmder« legen sucht — doch authentisch. Ich bin aber noch einen Schritt weiter gegangen und habe gezeigt, daß der Name R. Adda b. Ayaba, was Herr Slonimski hartnäckig bestritten, wohl im Talmud l) beim Kalenderwesen Erwähnung finde und daß er sogar die kühne Ansicht ausgesprochen, die Einsetzung des Neumondes müsse nicht gerade auf Beobachtung beruhen. Ohne die feststehende Thatsache, daß ראב״א also doch beim Kalenderwesen genannt wird, im Geringsten erschlittern zu können, sagt Herr S. ״Allein der Vers, hat diese ״Stelle mißverstanden, da unter diesem Ausspruche im Talmud ״tlnr verstanden wird, es sei in manchen Fällen beim Einsetzen ״des Neumondes das Zeugenverhör nicht durchaus nothwendig. ״Selbst dieses wird dort im Talmud gar nicht von R. Adda ge- ״sagt, wie der Vers, citirt, sondern von einen! Andern, der des- ״sen Worte so erklärt". Von Erklären kann dort keine Rede sein; Herr Slonimski hätte mir höchstens erwidern können, daß die Worte הא קמ״ל רלא בעינן מצוה לקרש על פי ראיה auch als Antwort eines ungenannten Andern gelten können und nicht geradezu von R. A. b. A. herrühren müssen; aber jeder logisch Denkende, der sich auf sophistische Rabulistik nicht versteht, wird inir eingestehen, daß man die citirteu Worte füglich als Schluß der Adda'schen Verwunderung auffassen kann. Und was das Mißverständlich betrifft, möchte ich mir die Frage erlauben, wie es denn möglich gewesen, daß nian in manchen Fällen das Zengenverhör durchaus nicht für nothwendig erachtete, wenn man sich nicht auf feststehende Daten der Berechnung verlassen konnte. '121 את השנה מעשריבם יום של חרש ולמעלה אין מעכרין. Ebenso bewies ich aus den Worten שנה שיצאו ישראל ממצרים היו שוין חרשי החמה לחרשי הלבנה, datz man die Addasche Tekupha lange vor der Einführung unseres const. Kalenders gekannt hatte. Vgl. noch p 33—3(5 meiner Schrift, '/ Erachin 9.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.