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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 8 · p. Seite 370

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 8
Article
Verwahrung
Date
1874-01-01
Page
Seite 370 (sequence 4)
Language
German
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870 Verwahrung. punkte und Endergebnis der eben erwähnten Auseinandersetzung übrig? Mit anderen Worten: Wie wäre es, wenn man die Gewißheit hätte, daß unsere Tosephtha erst nach Abschluß der Talmüden von einem Sammler redigirt worden sei, dem unter anderen mehreren Tosephtha- Sammlungen auch eine sehr alte a u t h e n t i st i s ch e r e (l. authentischere) oder wenigstens derartige B r u ch st ü ck e zu Gebote gestanden, die den A m o r a i in unzugänglich geblieben wären? Könnte dann von unserer Tosephtha als von einer Sammlung R. Ch.ija's oder R. Oschija's oder einer Verschwelzung der von diesenveranstaltetenSammlungen die Rede sein?" Für den gewöhnlichen Leser dürfte wohl ein näherer Con!- mentar dieses Passus überflüssig feilt. Nicht also vielleicht für das kritisch geübte Auge. Denn Herr Z. fühlt sich gedrungen zu ״gestehen, daß trotz des nicht unbedeutenden Darstellungstalents des Verfassers, die Unklarheit, an denen die Arbeiten desselben leiden, auf Rechnung der Hypothese zu schreiben sei." Auch ich niuß gestehen, daß die mir vorgeworfene Unklarheit, insofern Herr Z. sich selbst als Leser im Auge hat, kein bloßer Machtspruch sei. Denn dieser Herr giebt den schlagendsten Beweis, daß er nicht falsch verstanden hat. Ich will es daher versuchen, nun nach Kräften ״klar" zu sein. Nur möchte ich ihn bitten, mir entgegen zu komnien und die nun folgende nähere Auseinandersetzung des mit gesperrter Schrift geschriebenen Sa> tzes des so eben angeführten Passus ein Wenig aufmerksamer zu lesen. Was ist nach der obigen Auseinandersetzung unsere Tosephtha? Ein Conglonierat, wie es sich größer kauni denken läßt; denn ihre Bestandtheile sind aus vielen verschiedenen, theils ganzen, theils fragmentarischen Tosephthasammlungen genommen. Als solches Conglomerat hat sie ihre Lichtwie Schattenseiten. Lichtseiten, in dem sie auch Elemente enthält, die sich durch hohes Alter, Genauigkeit und Ursprünglichkeit auszeichnend, schon dem Mischnahredacteur Vorlagen; Schatten-׳ seiten, indem ein Theil der Elemente solchen Sammlungen entuommen ist, die von den Anioraimschulen deshalb unberückfich-

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