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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 8 · p. Seite 368

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 8
Article
Verwahrung
Date
1874-01-01
Page
Seite 368 (sequence 2)
Language
German
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368 Verwahrung. wenn man diese sich vorher so zurechtgelegt, daß sie thatsächlich in dieser Gestalt erscheinen. Einen solchen Liebesdienst aber nennt man in der Umgangssprache Entstellung und einer solchen Operation gegenüber darf ich nicht schweigen. Es ist durchaus nicht meine Absicht, mich in eine Polemik gegen seine Kritik einzulassen, insofern diese nicht auf grobem Mißverständniß meiner Ansichten beruht. Und selbst wenn ich eine solche Absicht hätte» so wäre ihre Realisirung augenblicklich, wo Herr Z. seine Kritik noch nicht ganz entwickelt hat, unzeitig. Was ich mir aber schon jetzt nicht versagen kann und darf, ist, an einigen Beispielen die Nichtigkeit meiner obigen Beschuldigung darzuthun. 1. Im Maihefte d. I. S. 223 läßt mich Herr Z. behaupten: ״daß unsere Tosifta durchaus nicht den Charakter eines Conglomerats an sich trage, daß sie vielmehr die ursprünglichen Bestandtheile enthalte, aus denen unsere Mischna geflossen. Unsere Tosifta sei die Quelle gewesen für den Redacteur der Mischna, wie ich dies in einigen Beispielen nachzuweisen versucht. Die Abweichungen der Citate in beiden Talmuden von unserer Tosifta erkläre ich durch die Hypothese: unsere, die authentischere Boraitaseiden palästinensischen wie den babylonischen Schulen unbekannt gewesen und sei erst nach Abschluß des babylonischen Talmuds zum Vorschein gekommen." Diese Thesen oder Hypothesen soll ich nun im Jahrg. 1870 a. a. O. ausgestellt haben. Ganz in Uebereinstimmung mit dieser Darstellung, läßt mich Herr Z. ds. 227 sagen: ״daß R. Jehuda Hanaßi die Sammlung (unsere Tosephtha) seiner Mischna zu Grunde gelegt." Unsernl Referenten ist es S. 223 Note 1 nur unklar, ob ich annehme, daß auch R. Jochanan, den ich Jhrg. 1870 S. 376 einen großen Schatz authentischer Berichte besitzen lasse, unsere authentische Tosephtha verborgen geblieben. Nun zeiht mich derselbe (ibid.) eines gewaltigen logischen Fehlers. Er begreift nicht, wie ich bei der An-

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