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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 8 · p. Seite 346

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 8
Article
Der Beginn der chaldäischen Herrschaft über Judäa und die chronologische Fixirung der Jeremianischen Prophezeiungen
Date
1874-01-01
Page
Seite 346 (sequence 10)
Language
German
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346 Der Beginn der chaldäischen Herrschaft über Judäa und neu; er ist in 25, 30 fß. enthalten. Die erste Rede schließt mit den Worten 25, 29 : ,כי חרב אני קרא על כל ישבי הארץ נאם ה׳, darauf beginnt ein neuer Ansatz desselben Inhalts zwar, aber in einem andern, mehr poetischen Style: ואתה תנבא אליהם את כל הדברים האלה ואמרת אליהם: ה׳ ממרום ישאג. Diese neun Verse bilden den Zusatz, welchen Jeremia zur ersten Rede hatte hinzufügen lassen. Die Frage, welche Reihenfolge der Jeremianischen Reden über die Völker, oder welche Necerlsiou den Vorzug verdient, die masoretische oder alexandrinische, eine Frage, welche die Exegeten und Jsagogisten in zwei Lager spaltete und sie noch immer in Athem hält, diese Frage entbehrt nach unserer Annahme jedes Untergrundes. Die griechische Version enthält bekanntlich inmitten des 25. Kapitels sämmtliche Jeremianische Reden über die Völker eingefugt, mit einer Art Ueberschrift, so daß im griechischen Text von diesem Kapitel an die Reihenfolge der Kapitel ganz anders ist, als im Hebräischen. Welche Recension ist die richtige? Miißige Frage, die nur eine Folge des Jrrthuins ist. So lange man daran festhält, daß Jeremia eine ganze Saminlung von Reden zun: Vorlesen zusammenstellen ließ, kann man allenfalls bei oberflächlicher Betrachtung annehmen, daß auch die Prophezeiungen über Aegypten, Moab, Ammon, Edom, Damaskus und Elan! auch in diese Sammlung ausgenommen worden seien. Wenn aber nur eine einzige Rede vorgelesen wurde, so können doch diese längeren Partien unmöglich Bestandtheile derselben gebildet haben. Nur ein unwissender Alexandrianer, welcher nicht auf den Zusammenhang geachtet hat, konnte darauf kommen, die zusammenhängende Rede Kap. 25 in zwei Hälften zu zerschneiden, die erste Hälfte als Einleitung zu den Reden über die Völker und die letzte gewiffermaßen als Epilog dazu. Unglücklicherweise hat er diese Reden dem Verse (25, 13) äugeschoben, dessen Echtheit kritisch zweifelhaft ist. Hat er doch, um seiner Unwissenheit die Krone aufzusetzen, sogar die lange Rede

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