Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 23 (1874)
- Issue
- Heft 7
- Article
- [Rezension] / M. A.
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 327 (sequence 3)
- Language
- German
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Recensicmen. 327 cius an den Iden des December dem Senate Vortrag gehalten habe über das Begehren der jüdischen Gesandten, Alexanders Sohnes Jasons, Numenios Sohnes des Antiochos und Alexanders Sohnes des Dorotheas. Eine genaue Vergleichung von 1. Macc. 15, 16 8q(s. mit Jos. Antt. XIV, 8, 5 läßt den H. Vers, die wesentliche Uebereinstimmung beider Documente erkennen, und so hat er aus den: Maccabäerbuche dus Jahr, aus Josephus den Monat und selbst den Tag der Abfassung des fraglichen^ Decretes gesunden. Viel Kopfzerbrechen verursachte den Commentatoren und Historikern die Frage, wer der im 1. Maccb. (15, 16) genannte Aevxtoq vitamg sei; man rieth herum zwischen den Consuln Lucius Furius Philus, Lucius Caecilius Aletellus und Lucius Calpurnius Piso; für den letzteren entschieden sich die Meisten, trotzdem in den Consularfasten das Pränomen desselben nicht Lucius, sondern Cnejus heißt. Uns dagegen wird es wohl kaum zweifelhaft sein, daß der ״Consul" Lucius im 1. Mccb. der Prätor gleichen Namens bei Jos. ist; Herr Mendelssohn mißt die Schuld dem griech. Vertenten des 1. Maccab äerbuch es Zu, der den Ausdruck זקן אנשי רומא des hebräischen Textes fälschlich durch vnmog cPwfjtaiwv übersetzte. Schwieriger ist die Erklärung der in unfern Ausgaben des Jos. am Ende des Senalsbeschlusses sich befindenden räthselhaften Worte: ravxa iyeveto inic Yqxccvov äqxcsqi,cog xal etyväQ- %ov, evovg ivdrov fjL^vdg llave^iov, welche Worte, wie wir oben sahen, für Ewald ein Stein des Anstoßes wurden. Herr Mendelssohn hat auch dieses Räthsel glücklich gelöst; wir wollen hierauf nicht weiter eingehen und verweisen denjenigen, welcher sich darüber Belehrung verschaffen will, auf S. 31 der erwähnten Schrift. Ueberhaupt möchten wir die Lecture derselben namentlich den jungen, angehenden Gelehrten dringend empfehlen; der ruhige und besonnene Gang der Untersuchung, der bescheidene Ton und die Correctheit der Sprache zeichnet die Disfertation des Herrn Mendelssohn vor sehr vielen andern derartigen Schriften vortheilhaft aus. Auch das müssen wir rühmend hervorheben, daß der Verf. sich eine gründliche Kenntniß der ganzen in die betreffende Frage einschlagende Literatur angeelgnet hat und daß er das weitschichtige Material vollkommen beherrscht. Was den Druck und die äußere Ausstattung des Merkchens betrifft, so genügt es, darauf hinzuweisen, daß dasselbe aus der B. G. Teubnerscheu Officin hervorgegangen ist. Leider hat sich auf S. 20 und 21 ein