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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 7 · p. Seite 320

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 7
Article
Zur Halachakritik
Date
1874-01-01
Page
Seite 320 (sequence 3)
Language
German
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320 Verhältniß der Tosifta zur Mischna und der jerusalemischen ben durchsichtig zu machen. Wir verhelfen dadurch einer verworfenen Lesart zu ihrem guten Rechte. Jin Jeraschalmi Aboda Sara 4, 9 wird eine Stelle aus der Tosifta folgendermaßen citirt: בראשונה היו אומרים מצרין עם הנכרי ורורכין עם ישראל מפני שעושה בטומאה ואין רורכין עם הנכרי חורו לומר אין מצרין עם הנכרי ואין דורכץ עם ישראל שהוא עושה בטומאה אבל רורכין עם הנכרי ומסייעין עמו עד שיתעלם מעיניהם. Diese Lesart verwirft N. Moses Margolit, gestützt auf die Autorität des Babliund der Tosifta (wie sich weiter ergeben wird, ist die Tosifta nur verschrieben). Man vergleiche aber Raschi und Tosafot zu. b. Aboda Sara und man wird finden, daß die dortige Lesart keinen Sinn giebt. Um einigermaßen die Schwierigkeit zu lösen, citirt Tosafot eine andere Erklärung aus einer Handschrift des Raschicommentars, die auch keinen besseren Sinn giebt. Die Richtigkeit der Lesart im Jeruschalmi folgt unzweideutig ans dein Zusammenhänge. Ans eine Beschränkung des in der Mischna — es ist aber nicht unsere babylonische Mischna vorzustellen, dann hat die Verhandlung keinen Sinn, sondern die dort citirte Stelle war die Mischna— (der משנה אחרונה nämlich) aufgestellten Satzes von Seiten R. Jona's, bemerkt R. Jose das gilt ja auch nach der משנה ראשונה. Diesen Sinn kairn doch nur das אפילו במשנה ראשונה haben, während R. Moses Margolit erklärt, dann hätte in der משנה ראשונה so stehens ollen! Der Erklärer ist aber vom Babli so befangen, daß er das Gezwungene der Erklärung übersieht. Aus der Frage R. Jose's geht deutlich hervor daß in der משנה ראשונה gestanden hat אין רורכין עם הנכרי, während in der משנה אההנה bestimmt wurde דורכין עם הנכרי, denn auf diese bezieht sich die Beschränkung R. Jonas, von der R. Jose meint, das wäre auch nach der früheren Bestimmung erlaubt.') Der Grund der ersten Bestimmung und der späteren Abro- *) Der Sinn des Jeraschalmi ist dann klar, nur muß anstatt מאי טעמא ודי יונה gelesen werden דר' יוסא und vice versa. Die Erklärung von R. Moses Margolit ist auch da sehr gezwungen.

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