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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 6 · p. Seite 253

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 6
Article
R. Simeon ben Zemach Duran
Date
1874-01-01
Page
Seite 253 (sequence 13)
Language
German
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IRI
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R. Simeon ben Zemach Duran. 253 Simeon Duran hatte während dieser traurigen Vorfälle in großer Lebensgefahr geschwebt.') Nur durch Preisgebung seiner nicht unbeträchtlichen Habe gelang es ihm, dem Gemetzel zu entrinnen. Sein Lehrer Efraim Vidal wurde ein Märtyrer seiner Glaubenstreue. a) Obzwar Mallorca wegen der stattgefundenen Excesse eine schwere Geldbuße auferlegt wurde, zu der auch die Geplünderten—wohl aus Paritätsrücksichten—und ihre Beschützer, die Adeligen beisteuern mußten, so konnte diese Genugthuung die Einsichtigern unter den Juden doch nicht über die Gefahren täuschen, die, nun einmal der Schutzwall eines friedlichen Daseins durchbrochen, gegen sie im Anzuge waren. So verließen sie denn ihren heimathlichen Boden und wanderten nach freundlicheren, zumeist den gegenüberliegenden berberischen Ländern aus. Mit ihnen zog Sim. Duran in Begleitung seines Vaters und einer Schwester — sein Bruder Nissim blieb zurück s) — einer thatenfreudigen Zukunft entgegengehend, nach Algier. Zweites Kapitel. Duran in Algier. Längs der Nordküste Afrika's gegenüber der pyrenäischen Halbinsel dehnen sich bis in die Wüste Sahara hinein weite Ländergebiete aus, die nach ihren Ureinwohnern mit dem umfassenden Namen Berberei, in der arabisch-jüdischen Literatur mit Maghreb bezeichnet werden. Seit vielen Jahrhunderten waren diese Länderstriche mit den Geschicken und der Geschichte der Juden innig verwachsen. Hier hatten die Juden während der westgothi- מגן אבות (י, IV, 64. י) Duran nennt ihn stets מורי הקדוש, welches letztere bekanntlich Märtyrer bedeutet; vgl. Graetz a. a. O. 67. s) G. A. I, 53, 130.

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