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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 5 · p. Seite 237

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 5
Article
Hellenistische Studien [Rezension]
Date
1874-01-01
Page
Seite 237 (sequence 7)
Language
German
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Recension. 237 stattgefurrden haben, ohne daß dieser Theil auch seinerseits von jenein irgend einen Einfluß erfahren hätte? In dem Nachweise des Einflusses Palästinas auf Alexandria mußte wie eine natürliche Ergänzung und ein zweiter Theil der Beweis von dem Einflüsse Alexandrias auf Palästina sich chinzugesellen. Diesen Beweis hat Freudenthal zu bringen versucht (65—77). Wiewohl der Nahmen der Abhandlung eine Beschränkung in der Entwikkelung dieser hochwichtigen Ansichten auferlegte, deren eingehendere und selbstständige Begründung dringend gewünscht werden muß, so kann doch auch jetzt schon manche Bemerkung als überraschend und für die Wahrheit oder Wahrscheinlichkeit der Behauptung belangreich und entscheidend bezeichnet werden. Ueberall, wo im palästinisch - babylonischen Schriftthuin Gedanken, Anschauungen uns begegnen, die auf griechischen Ursprung deuten und im jüduschen Gedankenkreise sonst nicht anzulreffen sind, wird fortan die Möglichkeit ins Auge zu fassen sein, daß sie aus Alexandria durch das Mittel des Hellenismus eingeführt wurden. Da, wo die Geschichte schweigt und die Quellen an den Punkten gerade, über die wir anr liebsten etwas wissen möchten, uns im Stiche lassen, wie z. B. in der Frage nach den Beziehungen zwischen Alexandria und dem Mutterlande, ist es verdienstlich, die Geisteserzeugnisse beider Theile ahnend zu prtifeu und zu befragen, was sie uns über den Verkehr ihrer Urheber zu erzählen wissen. Die starke Benutzung der LXX durch Demetrios war zwar früher bereits erkannt nachgewiesen worden, jedoch noch niemals in so ausgedehntem Maße wie von Freudenthal. Ueberhaupt ist dieser Nachweis erst durch seine Abhandlung zu einem wissenschaftlich nutzbaren Momente geworden. Denn giebt man einmal das hohe Alter des Demetrius zu, so wird seine Abhängigkeit von der LXX zugleich zu einein mächtigen Beweise für die frühe Abfassungszeit dieser selbst, und wenn Demetrius um die Mitte des dritten vorchristlichen Jahrhunderts airgesetzt werden muß, so kanrr man die Entstehung der griechischeir Bibelübersetzung nicht in die Mitte des zweiten verlegen. Von ganz anderem Charakter als Denretrios ist der zweite der Hellenisten, der uns von F. vorgeführt wird, Eupolemos.. Unter der» Namen dieses Mannes sind mehrere Fragmente auf uns gekommen, die iurter sich widersprecherrd dem Eupolemos das Schicksal

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