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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 5 · p. Seite 215

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 5
Article
Zusatz zum sechtsen Artikel zur Halachakritik
Date
1874-01-01
Page
Seite 215 (sequence 3)
Language
German
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Zusatz zum sechsten Artikel zur Halachakritik. 215 liche palästinensische Form behielt, hat N. Eliah Wilna wiederum die Tosifta nach dem Sinne der Mischna emendirt. Welches ist aber der unzweideutige klare wort- und sachgemäße Sinn der Tosifta? Dieser ist nach der richtigen Vorstellung der palästinensischeu Gräber sehr einfach, wobei uns eine zu einer andern Tosiftastelle gegebene Errlärung R. Eliah Wilna's zu Hülfe kommt, die ec für so evident hält, — was sie in der That ist, — daß er danach eine entgegengesetzte Decision, welche im Jore Deah von "einigen Decisoren angeführt wird einfach als falsch abweist, (s. אליהו רבא zu ll, 1 a. a. ■D.j. In der dortigen Mischna wird nämlich die Frage verhandelt, wie groß der Zwischenraum sein muß zwischen zwei ohne Scheidewand neben einander stehenden Räumen, ohne daß die טומאה von dem einen in den andern übergehe. Die Mischna führt eine Controverse der Schammaiten und Hilleliten an, welche letztere behaupten: schon eine so geringe Entfernung von einander wie חוט המשקולת der Faden eines Senkbleies genüge, um die טומאה abzuschneiden, während N. Josä im Namen der Hilleliten ansührt, die Entfernung müsse mindestens eine Handbreite betragen, wenn der Uebergang der טומאה verhindert werden solle. So die Mischna. R. Eliah Wilna citirt aus der Tosifta den Zusatz, daß Rabbi <R. Jehuda Hanassi, woraus schon beiläufig hervorgeht, daß unsere Mischna nicht Rabbi zum Redacteur haben kann) behauptet habe, R. JosL habe die genannte Meinung gar nicht auf den vorliegenden Fall, sondern auf einen anderen bezogen, hier sei allgemein angenommen, daß die Entfernung von חוט המשקולת eine Scheidung bilde. Nach dieser Erklärung der Tosifta citirt R. Eliah Wilna eine andere Tosiftastelle, welche auf demselben Princip beruht. Es gilt nämlich die Regel, daß alle jene zusammenhängenden Räunie, durch welche eine Leiche, nm fortgeschafft zu werden, getragen werden muß, טמא sind wegen

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