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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 5 · p. Seite 202

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 5
Article
Das Verbum masak und die Substantiva mimsak und mesek in der hebräischen Literatur
Date
1874-01-01
Page
Seite 202 (sequence 10)
Language
German
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202 Das Verbum מסך und die Substantive ממסך unb מסך des, die syntaktische Construktion und jedes Wort in diesem Verse werden von H. und Anderen maltraitirt. Hätten sie auch nur die Uebersetzung der LXX zu Rathe gezogen, was doch die Pflicht jedes Auslegers eines biblischen Buches, zumal des so schwierigen Psalters ist, so hätte sie auf das Nichtige kommen, oder wenigstens Ungereimtheiten vermeiden könneri. LXX übersetzten nämlich ״ : וער מזהe'y.XivEv x X %ov%ov x 6s rov ro, Eben so übersetzt die syrische Version: ארכן מן הנא ל הנא ״er neigt (richtiger: gießt ans) von Diesem in Dies es." Es muß also nothmendiger Weise in diesem V. von zwei G e f ä ß e n die Rede sein. Eins ist der Becher, der in Gottes Hand ist. Welches ist nun der ziveite? Das hätten sich die Exegeten des Psalters fragen sollen, dann wären sie darauf gekommen, daß das zweite -מסן sein nruß, und daß dieses :licht Mischwein oder Würzwein, sonderir wie -ממסן Weinkrug bedeuten muß. Tis Umständlichkeit und Breite der Widerlegung soll dazrt dienen, die Oberflächlichkeit der Lexicographie und Etymologie, welche sich der hebräische Wortschatz noch iinmer gefallen lassen muß, recht anschaulich zu machen. Durch die einzig richtige Erklärung des Wortes -מסן als Weinkrug tritt die Angemessenheit des Bildes in diesen: Verse kenntlich heraus. Der Vers ist, wie schon angegeben, antithetisch angelegt. Gott hat in der Hand einen Kelch und ein Weingefäß, woraus er vortrefflichen, schäumenden Wein für die F r o in m e n in den Kelch gießt. Was bleibt zurück? Der Bodensatz, die Hefen. Diese schlürfen und trinken die Frevler. Die Angemessenheit dieser Erklärung ist so einleuchtend, daß jedes Wort zur näheren Erläuterung überflüssig sein sollte. Nur für die syntaktische Topik sei noch eine Bemerkung hinzugefügt. In ויין המר kann das Wort המר NNmöglich Verbum sein, sondern es muß ein Attributiv sein. Wie es auch LXX gefaßt haben: oivov axgmov uj/rjoec y.noänfxmoi.

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