Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 23 (1874)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Das Verbum masak und die Substantiva mimsak und mesek in der hebräischen Literatur
- Date
- 1874-01-01
- Page
- Seite 201 (sequence 9)
- Language
- German
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in der hebräischen Literatnr. 201 Strafgerichtes reiche. Es paßt überhaupt zum Schluß des Verses uicht. Wenn die Frevler bereits Gift getrunken haben, wozu soll ihnen noch die Hefen gereicht werden? Die Hefen könnten gar noch als Vomitiv und Gegengift wirken! Wie dieses Wort und den ganzen Gedankengang, so hat Hnpfeld auch vieles Andere in diesem Psalm-Vers verkannt, eben weil niit vielen Andern den Jrrthum bezüglich des Wortes נוסך getheilt hat. יין חמר soll bedeuten, ״braust von Wein", וין Accusativ, abhängig von חמר! Allein als verbum simplex k ommt das Wort חמר nur noch einnial vor, und da ist es intransitiv, und eben so als Neduplication חמרמר. Consequent muß H. noch rveiter das Prädikat vonr Wein, als auf den Beeher übertragen erklären, was nicht unrichtiger sein kann. Freilich wenn מסך Mischung oder Aehnliches bedeutet, dann bleibt nur כוס als Subjekt im Satz übrig und dann müssen die Verba חמר und מלא als Prädikate dazu gehören. Von מסך sagt H., es sei nicht bloß Abstraktum ״Mischung" oder ״Gewürze", womit man den Wein mischt, sondern der damit gemischte Wein selbst (wie ממסך und ״ — (מוגWürzwein". Zugegeben. Aber wenn Wein mit Wasser oder Gewürze gemischt ist, dann kann er nicht mehr schäumen! Das sollte Jeder wissen, der auch nur sein Lebelang Wasser oder Cerevisia getrunken hat. מוג ״Mischwein" kann niemals ״ יין חמרschäumender Wein" sein. Auch die Kraft, welche im Verbum ויגר liegt, muß H. so wie alle übrigen Ausleger abschwächen und es als nichtssagendes ״Schenken" erklären. Tenn als Hiphil von נגד bedeutet es doch ״a u s f l i e ß e n, oder aus strömen lassen, ausg i e ß e n." Dann aber kann das dazu gehörige מוח nicht davon, als sich auf den Inhalt, sondern daraus, als sich ans das Gefäß beziehend bedeuten. Aber woraus soll denn Gott den Wein gießen? Doch nicht etwa aus dem Becher? Dann würde ja der darin enthaltene Würzwein oder das Gift ausgeschüttet werden! Kurz, der Gedankengang dieses schönen Bil-