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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 3 · p. Seite 140

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 3
Article
Das jüdische Unterrichtswesen während der spanisch-arabischen Periode [Rezension]
Date
1874-01-01
Page
Seite 140 (sequence 3)
Language
German
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140 Recension. das 27Le. — durchaus uoch nichts dafür zu beweise!!, daß ״der Tab überhaupt uach den! Vorbilde und Plane des Misan [bev Ethik) gearbeitet worden" sei (S. 14). Schon die Größe des Tab und die Nichtübereinstimmung dessen, was sonst uns davon bekannt wurde, mit dem Buche Gazzali's sprechen gegen diese Annahme. Und nur für den hodegetischen Theil seiner Encyclopädie folgt Aknin den! Gazzali. Mit den! encyclopädischen Tßeile derselben stimmt auffällig Falaqueras ״Anfang der Weisheit" überein, ohne aber irgendwie sich davon abhängig zu erweisen. Beide haben somit aus einer Quelle geschöpft. Wer war diese? Güdemann antwortet: die Schriften des Averröes (S. 11 und 74, 2), ohne dies genauer Nachweisen zu können. Nach der ganz genau und ohne die geringste Aenderung den! Alfarabi entlehnten und' bis in die Terminologie hinein festgehaltenen Eintheilung und Anordnung der Logik und ihrer Disciplinen *) (vergl. Steinschneider : Alfarabi S. 14) bei Aknin und Falaquera vernmthe ich, d a ß d i e g e m e i n s a m e Quelle beider für ihre encyclopädische Uebersicht der Wissenschaften Alfarabi^) gewesen sei. Denn Alfarabi ist es auch, dem *) Die Darstellung der Logik reicht bei Aknin von S. 68—80 der Uebersetzung. S. 72 ist אגואע אלסנאיע (S. lü) n!it ״die Arten der Wissenschaften" übersetzt, wo es richtig: Künste heißen müßte, nämlich die fünf Künste der Logik: 1׳ Demonstration. U. Dialektik. 111• Sophistik. IV. Rhetorik. v. Poesie. Die Stelle (S. 20): ויסמי רלך אלמואצע אל גרליח ist S. 74 falsch mit: ״diese Sätze werden die dialektischen genannt" wiedergegeben, sie bedeutet: Und dies wird Topik — richtiger loci topici — genannt", wie die Topik auch in der That bei Alfarabi heißt, ib. mar .תכמה ממוהר nicht ״falsche" , sondern trügerische Weisheit zu übersetzen. 2) Besonders deutlich wird diese Entlehnung in der Darstellung der Sophistik (S. 74—75), wo die etymologische Erklärung des Wortes Sophistes von Alfarabi herrührt, den! sie auch Moses ben Esra zusch reibt, vrgl. hierüber Steinschneiders Nachweisungen (Alfarabi S. 55. Anm. 76). Aus Sophia Weisheit und — nicht Istem, wie G. im Text und in der Uebersetzung schreibt — Istes (aartloq) trügerisch, erklärt Alfarabi, ist das Wort Sophistes zusammengesetzt, das somit: trügerische Weisheit und alles Betrügerische bezeichnet. Moses ibn Esra ist ein Compilator imb führt sicher den Alfarabi im Auszug an; da nun Falaquera, den G. S. 74. Anm. 3 anführt ואינו כמו שחשכו האנשים und Aknins Worte von ויסמי bis כמכאטמזה mit Mojes ibn Esra fast wörtlich übereinstim-

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