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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 2 · p. Seite 81

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 2
Article
R. Abraham b. David aus Posquières
Date
1874-01-01
Page
Seite 81 (sequence 6)
Language
German
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R. Abraham b. David aus Posquieres. 81 ruft sich öfter auf den Aruch von Nathan b. Jechiel, während Maimrmi das letztgenannte Werk, wie es scheint, nicht gekannt hat.') Auch der Text des babylonischen Talmuds bot für die Feststellung der Halacha manche Schmierigkeiten, da es sehr viele von einander abweichende Lesarten gab. An manchen Stellen ist der Text offenbar corrumpirt, aber die alten Gesetzeslehrer scheuten sich sehr, den Text eigenmächtig zu emendiren und Abra- Ham b. David a) eiferte besonders dagegen. Man verließ sich auch hierin lediglich auf die Ueberlieferung. Maimuni stand ein Talmud-Exemplar zu Gebote, das in der Zeit der Amoräer selbst abgeschrieben worden sein soll, 3) gleichwohl griff Abraham b. David öfter die Richtigkeit des Textes, auf den sich Maimuni gestützt hatte, au und berief sich auf die abweichenden Lesarten, die er vor sich hatte. Auf die Verschiedenheit der talmudischen Lesarten läßt sich ein großer Theil der Kritik des Abraham b. David zurückführen. 4) tet ursprünglich ״die Hände auSbreiten", d. h. zuni Segen, v. Targum des Jonathan zu Numeri 6, 23, und dann mit Weglassung von יו־ bloß segne», v. Targum zu t Sam. 9, 13 הוא פריס על מזונא. v. Hassagot zu ה׳ יום סוס VUl, 4-, Der Rabed erklärt נכרכת (Moed Katan 1, 6) durch Grad zur Bestattung der Tvdte», Maimuni dagegen (v. Co,»mentar zur angeführten Mschiia) durch Wasserbehälter, was wohl richtiger ist, denn es hängt init כרכה, Teich, zusammen v. Jes. 7, 3. v. ה' שבת MI, 20. Der Rabed erklärt בוצע oder פוצע (Sabbat 7, 2) durch abreißen vom Webestuhl, äUaiimmi dagegen, dein die meisten späteren Erklärer beistimmen, durch austrennen der gewebten Fäden. Sprachlich hat das genannte Wort beide Bedeutungen. Die Hassagot bieten sehr viele derartige Beispiele. *) Er führt ihn wenigstens nirgends an und .weicht oft in richtigen Erklärungen von ihm ab. v. Geiger a. a. O. p. 47, der die Citateim Conunentar zur Mischua, Schebiit 7, 1 und in einem Gutachten, Peer ha-dor Nr. 145 mit Recht für spätere Zusätze hält. a) v. He-chaluz V,34 והראב׳ד כתב: ויד המוחקת תקצץ שמוחק הספרים כשורף התורה. 3י) v. מגדל עוז zu ה׳ י״ט U, 13. 4) V. ה׳ י״ט IV, 3 Maimuni hatte wahrscheinlich Beza p. 32b die Lesart טוהטק, wie der Aruch, der Nabed dagegen wie unser Text מוהטק, Sr-nl«t, Monat»!»«» XXlll. % 6

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