Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1874-01-01 · Heft 2 · p. Seite 79

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
23 (1874)
Issue
Heft 2
Article
R. Abraham b. David aus Posquières
Date
1874-01-01
Page
Seite 79 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2829444-2829447-2867741--15309-2867781
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

R. Abraham b. David aus Posquieres. 79 pretationsregel aus der Bibel abgeleitet wurde. Abraham b. David wies auf einige dieser Widersprüche hin ') und seine Einwendungen verdienen in dieser Beziehung volle Beachtung- Der Feststellung des Begriffes beffen, was rabbinisch oder biblisch sei uud der Aufzählung aller biblischen Gesetze widmete Maimuni gewissermaßen als Einleitung zu seinem Mischne Thora eine größere Schrift, S e f e r h a m i z w o t 2), in arabischer Sprache^) und auch in feinen! ebenfalls in arabischer Sprache verfaßten Commentare zur Misch na bestimmte er zu wiederholten Malen jenen Begriff. 4) Darnach gilt nur dasjenige als biblisch, was erstens in der Bibel ausdrücklich genannt ist, und zweitens, worüber in der Mischna und dem Talmud keine Meinungsverschiedenheit herrscht. Auch diesen Grundsatz führt Maimuni nicht consequent durch 5) Abgesehen davon hat Abraham ') Hassagot zu ה' טומאת פת v, 5 א״א, דאיתי זה האיש כל מה שיקשה עליו בדברי רבותינו יאמר מדבריהכם הוא זה ואינו ד״ת והכם אמרו ואינו כן שהרי כל1 הדס שטמאיכם במרת כול־־1{ מן המקראורת הן. Maimuni sagt a. ft. O. א״ע״ם שהן דברי קבל־^ה אינן דין תורה. v. dagegen das. n, 10 עצכם כשעורה לפי שטומאתו הלכה הרי הוא דין תורה ולא מדברי סופריכם. — In der Einleitung zu טהרות sagt aber Maimuni ausdrücklich — עצם כשעורה אינה רק מדרבנן vgl. קידושי הכסף מד״ם 20 ,111 ה׳ אישות. Dazu die Hoßaga. א״א אין פרצה גדולה מזו. Maimuni rechtfertigte sich über diesen Satz in seinem Sendschreiben an Pinehas b. Meschullam, aber auch hier scheidet er nicht die Ausdrücke מדברי מופרים und מדבריהם oder מדרבנן von einander, während er sie sonst streng von einander unte׳׳- scheidet. Dem Grundsätze Maimuni's, daß diejenigen gesetzlichen Bestimmungen, welche aus der Bibel durch Jnterpretationsregel abgeleitet werden, nur als rabb i nische zu betrachten sind, huldigten übrigens schon ältere Autoritäten, v. R a s ch i zu I e b a m o t p. 90 b. 2) In dem letztgenannten Sendschreiben weist Maimuni auf sein Sefer hamizwot in einer Weise hin, aus der hervorgeht, das; letzteres Werk nach dem Erscheinen des M. Th. selbst in Egypten noch wenig bekannt war. Das wäre ein Beweis dafür, daß das Sefer hamizwot nicht vor dem M. Th. verfaßt oder wenigstens bekannt worden sei. *) Die uns vorliegende hebräische Uebersetzung stammt von Mose I b n T i b b o n , nicht Samuel, wie Graetz Geschichte VI. B. p. 346 schreibt. Außerdem gab es noch zwei hebräische Uebersetzungen von Abraham halevi Jbn Chasdai und Salomo b. Ios ep h Jbn Ajub (1262—5) v. Steinschneider, Bodleiana p. 1881. 4) Einleitung zu Sera im und Kelim 17, 12. 5) v. Nachmani's Commentar zum Sefer hamizwot שורש H- Nach-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.