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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 12 · p. Seite 560

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 12
Article
Der geschichtliche Inhalt der beiden Psalmen 42 u. 43 und die Zeit ihrer Abfassung
Date
1873-01-01
Page
Seite 560 (sequence 14)
Language
German
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560 Der geschichtliche Inhalt der beiden Psalmen 42 und 43 math gewährt haben würde, fruchtlos sind; daher sein inbrünstiges Flehen zu Gott: Sende dein Licht und deine Wahrheit (שלח אורך ואמתך) zur Erleuchtung derjenigen, die mich fort und fort gefangen halten (צוררי). In dem Schwinden des Wahnglaubens seiner Hüter lag des Dichters einzige Hoffnung auf Befreiung. Der Gefangene im Gebiete des ״Jordanlandes" muß selbstverständlich in einer Stadt nahe an den Quellen des Jordan intermirt gewesen sein. Es soll nun versucht werden, diese jedenfalls mit einer Mauer umgebene Stadt nachzuweisen. Zuvor jedoch ist das ״Jordanland", das gegen die bisherige Attsicht (S. 554) bereits westlich von! Jordan verlegt worden ist, noch näher zu besprechen und zu fixiren. Der Jordan besteht in mehreren Nebenflüssen, die sich allmälig zu einem Hauptflusse vereinigen. Seine Hauptqnelle und sein Ursprung ist, wie bereits erwähnt, am Bania s aus einer Felsengrotte, unweit der Stadt C äsarea. Jedoch südlich von diesem ״kleinen Berg" wird er durch einen andern Fluß, Dan genannt, verstärkt. Dieser zweite Fluß ist der bei Tel el Kady entspringende, nicht unbedeutende Fluß, welcher etwa l‘/2 Stad, unter Baums sich mit jenem erstern. Nähr Banias jetzt genannt, vereinigt. Diese beiden östlichen Flüsse, die genau genommen beim Hermon, jedenfalls unweit von biefent entspringen, werden nach neuerer Forschung durch einen dritten mehr westlich befindlichen Stroin, Mojet Hasbeja jetzt genannt, verstärkt. Dieser Strom, der viel wasserreicher ist als die beiden östlichen Ströme, hat seinen Ursprung im äußersten Norden Palästinas, bei Hasbeja. Ihm strömen weniger vom Libanon, als vielmehr, vermöge seiner westlichen Biegung von der Quelle aus, vom Antilibanon unterirdische Gewässer zu, und insofern scheint er ein Fluß dieses Gebirges zu sein. *) ') Baal-Hermon ist wohl nicht mit Baal-Gad zn identisiziren und gleich diesem in's Tiefthal bei den Jordanquellen zn verlegen, sondern wie die

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