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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 9 · p. Seite 429

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 9
Article
Zur Halachakritik
Date
1873-01-01
Page
Seite 429 (sequence 9)
Language
German
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Lexicalisihes und Archäologisches im Talmud, 429 Kenotaphien mindestens durch zwei Steinst bezeichnet waren/astr Anfänge und am Ende des Grabes. Findstf man nun e inen überkaltterr Stein im Boden, so entsteht die Frage, weist' dieser Stein auf das Vorhandensein eines Kenotaphiums hin, da man doch ineist zu diesem Zwecke überkalkte Steine einsetzt und muffen wir dann annehmen, der andere Stein sei abhanden gekommen, nach welcher Annahme man טמא entscheidest muß, oder gibt es auch einen Fall, daß man einen überkalkten Steirr auch zu einem anderen Zwecke, als den zur Bezeichnung eines Kenotaphiums ausstellt und man könnte טהור entscheiden? Die Antwort ist, wir entscheiden טהור. Denn es gibt euren Fall, wo nran nur eine וו Stein setzt, nämlieh wenn ein מת קמצוץ darunter sich befunden hat. Wenn nran nämlich einen Getödteten findet,, so heißt es in Sota a. a. O. begräbt man vor Altern die Leiche arr deur Orte, wo sie gefunden wurde ’) setzt, einen übsrkalkten Stein über das Grab, damit das Gericht von dieser Stelle die rrach Deuter. 21 nöthigen Meffungerr vornehme. Hier ist es närrrlich rricht nöthig, das Grab mehr, als durch einen Stein zu begränzeu, da )והר kein תפוסת קרקע hat. Der Platz blieb nachher, nachdenr man die Knocherr gesammelt, levitisch reirr. Das Zeichen hat marr zur Erinnerrmg gelassen, bildete aber rricht, wie bei überkalkte Steine, die ein Grab von mehreren Seiten begränzeu, als Zeichen der levitischen Unreinheit. So hat die Tosifta und Jeruschalrni einen klaren Sinn, p א״ע׳יפ שאץ מקיימין und nran doch arurehmen nrüßte, dieser Steiir sei ein Ueberbleibsel eines K enotaphirrms, so entscheidet nran doch טהור, denn rvir nehrnerr arr, obwohl dies ein seltener Fall ist. Maiinuni a. a. O. sagt ausdrücklich, daß sich ציי! קברור־ן mir auf קבר הנמצא bezieht. Die allgemein bekannten Grabnräler brauchten nicht erst durchKalkkenntlich gemacht zu werden, diese waren bekannt wohl durch Auffchriften wie Zunz richtigvermuthet. Schwerlich werden auch die Prachtmonumente der Könige mit Kalk übertüncht gewesen sein, das xexovca[1evo1, das Perles das. Anm. 76 anzieht, muß nicht gerade ״mit Kalk übertüncht", kann im Allgenieinen von Außen ״geputzt" heißen, vgl. Schneider gr. Lexicon 8. v. 1) Für das sinnlose מוברק das. ist zu lesen מוברק vgl. Perles a. a. O. S. 379 Anm. 34.

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