Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 8
- Article
- Der Einfluß anderer Tannaisten auf R. Jehuda Hanassi's Halacha-Feststellung
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 363 (sequence 3)
- Language
- German
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Der Einfluß anderer Tannaiten auf R. Iehuda Hanassis 363 tretet haben; סטו dies nicht eintrifft, sei die Mischnahnorm unter den gedachterl Verhältnissen keine bindende. Mit diesen Einschränkungen ist natürlich der erwähnten Voraussetzung der Boden entzogen. Was die Einschränkungen an sich betrifft, so ist nicht aus dem Auge zu verlieren, daß die zweite viel weiter als die erste geht. Letztere trifft nicht unbedingt Rabbi's Autorität. Ihre Uncingeschränktheit, wie sie auf dem Standpunkte des obigen Bedenkens vorausgesetzt wird, bleibt noch jetzt unangetastet. Wenn eine סתמא neben einer mitgetheilten Differenz reicht maaßgebend ist, so kann der Grund gerade in der ziemlich deutlich sprechenden Weise liegen, daß Nab bi selbst seine Entscheidung nicht als feste gegeben habe. Wozu anders die Erwähnung der entgegengesetzten Ansicht. Anders verhält es sich hingegen mit der zweiten Einschränkung. Diese macht die Gesetzeskraft von der Vertreteranzahl der gegnerischen Ansicht abhängig. Rabbi's Autoritat büßt also viel ein, wenn sie sich in Widerspruch mit Mehrereu befindet. Das. klingt auf denl Standpunkte der gedachten Vorairssetzung unglaublich. Auf diesem Standpunkte aber starr: den die meisten Lehrschulerr während der Anroraimperiode. Die Redaktion, die durch die Heranziehung der die Regel beschränken׳ den Anroraim nicht nur die gegen R. Eleasar's Beruhigung erhobene Schwierigkeit beseitigen, sondern auch, und vielleicht vorzüglich, das Jrrthümliche des gedachten Starrdpunktes ins rechte Licht setzen zu wollen scheint, fühlt sehr gut, daß die Erreichung ihres Zieles der Stütze anderer, bedeutenderer Autoritäten, als die der citirten Amoraim, bedürfe. Sie sieht sich daher nach dieser Stütze wu. Freilich ausdrücklich bespricht sie diese Absicht mit keinem einzigen Worte; sie läßt aber dieselbe deutlich genug durchschimmern, indeni sie die oben citirten Behauptungen R. Jocha- Han’!« und R. Lakisch's mit der sie begleitenden Bemerkung Seira's unmittelbar aus die zwei erwähnten Einschränkungen folgen läßt. Zur rascheren Orientirung setzen wir die betreffende Stelle nach dem hergestellten Texte nochmals hierher. אמר ר' יוחנן כל מקום ששנה סתם משניות דרבנן עד שיפרש לך רבו. רשכ״ל אמר כל סתם משניות דר׳ מאיר עד שיפרש לך רובו. אמר ר׳ ועירא לא ררשב״ל פליג אלא רו חמי רוב סתם משניות רר׳ מאיר. Selbst wenn mau unsere Vermuthung bezüglich der der Einschiebung dieser Stelle zu Grunde liegenden Absicht als bloße