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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 8 · p. Seite 353

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 8
Article
Die Söhne Herodes
Date
1873-01-01
Page
Seite 353 (sequence 9)
Language
German
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Die Söhne des Herodes. 353 märe, jede Controlle darüber, wie lange Salome mit Recht ein xoooMiov genannt werden konnte, und wann sie sich spätestens verheirathet habe, fehlen würde. Und nun die andern Bedenken. Zugegeben, Josephus habe hier die bis jetzt vergessene Nachricht, daß beim Eintritt in die zweite Ehe das Kind ans der ersten noch unmündig gewesen sei, mitten im Geschlechtsregister nachholen wollen, so läßt sich nicht läugnen, daß er uns diese Aufklärung in sehr unklaren Worten gegeben hat. Denn fiezä rag yovdg kann ebensowohl zwanzig Tage nach der Geburt, wie zwanzig Monate oder sogar zwanzig Jahre bedeuten, und nichts zwingt den unbefangenen Leser dazu, fisrä hier in der Bedeutung ״unmittelbar nach" zu nehmen. Wollte er aber ״unmittelbar nach" ausdrücken, so hätte er durch ein einziges Wörtchen, durch eine ganz unbedeutende Aenderung mit Leichtigkeit den rechten Sinn Herstellen können. Er hat das nicht gethan, und deshalb ist es höchstens ein äußerster Nothbehelf, wenn man aus einem offenbar unklaren und dehnbaren Ausdruck ein Hauptargument zur Stütze für eine Angäbe eines Schriftstellers, welcher sich bereits bei der Erzählung desselben Ereignisses mehrere grobe Fehler hat zu Schulden kommen lassen, hernehmen muß. Ferner scheint in diesem Zusammenhange!1em zag yoväs auch dem Inhalte nach völlig gleichbedeutend zu sein mit der Phrase!-lerä vavva. Josephus muß hier, um den allerelementarsten Ansprüchen der Genauigkeit zu genügen, wie bereits Keim richtig bemerkt/) die verschiedenen Ehen der Familienmitglieder und die aus ihnen hervorgegangenen Kinder auseinander halten, und er benutzt hier deswegen die Worte zlszu zuyovdg zum Uebergang, weil ihm noch das soeben niedergeschriebene Wort yCvsrai frisch im Sinne lag und einen nahe liegenden Anknüpfungspunkt zur Fortsetzung des Satzes darbot. Endlich wäre die Annahme, daß ein Mann in den ') B.-L. HI, S. 48. Sraiikel, Monatsschrift x־xu. s. 23

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