Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 7
- Article
- Der Einfluß anderer Tannaiten auf R. Jehuda Hanassi's Halacha-Feststellung
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 323 (sequence 3)
- Language
- German
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Halachah-Feststellung. 323 mit großer Wahrscheinlichkeit annehmen, daß auch Raschi keine andere Auffassung kannte, so ist, da dieser unvergleichliche Commentator im Allgemeinen den Talmud im Geiste des R. Gerson auslegte, der Schluß nicht gewagt, daß auch der Gründer der französischen Schule dieselbe Auffassung hatte. Es darf also nicht Wunder nehmen, wenn dieselbe sich im Laufe so vieler Jahr- Hunderte bis auf den heutigen Tag in den talmudischen Kreisen als die allein richtige behauptet hat. Und doch erscheint dies unbegreiflich; denn unzählige Talinudstellen sprechen gegen sie. Nicht nur sind so viele, in allgemeingültiger Fornr mitgetheilte Mischnajoth Entscheidungen anderer Tannaiten, wie dies an den betreffenden Stellen iin Talmud nachgewiesen wird, sondern es finden sich auch nicht wenige, die geradezu gegen R. Meir's Ansichten sind. Diese Beobachtung hat jedoch in dem so großen Zeiträume der eifrigen Pflege des Talmudstudiunls nur Wenige veranlaßt, diesen Punkt näher zu untersuchen. Die Wenigen aber haben einstimmig die geläufige Auffassung verworfen, wenngleich ihre positiven Resultate von einander abweichen. Drei dieser Resultate verdienen die «reiste Aufmerksamkeit. Bei näherein Eingehen jedoch scheinen auch sie nicht stichhaltig zu sein. Versucherr wir eure kurze Analyse derselben. Nach Mainruni's Erörterung ür der Einleitung zu seinem Mischnah-Commentar beabsichtigt R. Jochanan in סחם מתניחין ו״ מאיר R. Metr als den Tradeirten zu zeichnen, dem N. Jehuda Hanassi die Ueberlieferung der in der Mischnah in allgemeingültiger Form vorkommenden Halachoth zu verdanken hättet) Dies schließe aber nicht aus, so fährt Maimuni fort, daß unter diesen Halachoth sich auch einige befinden, die die ausschließliche Ansicht R. Meir's in Purrkten, die ursprünglich Differenzen waren, enthalten oder auch solche, die die individuelle Ansicht anderer Tannaiten wiedergeben. 2) Wie definirt aber Mainruni den Charakter und Ursprung der Halachoth von allgemeingültiger Form? Sie enthalten nach ihm Gesetzesbestimnmngen, die entweder seit den frühesteir Zeiten sich in der Ueberlieferung Vieler als unstreitige, sinaitische fortvflauzten oder, zwar erst im Laufe der Entwiche- והמקבל הקרוב שנתיחם אליו המאמר הוא ר׳ מאיר ווהו ענין שאמרו (י סתם משנה ר' מאיר. אלא במקצת סתומות שאפשר שהם לר' מאיר לבדו ועליו מחלוקת או ף היו לאיש אשר חוץ מרי מאיר. *21