Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Eine culturgeschichtliche Borajtha und ihre Wandlungen
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 275 (sequence 6)
- Language
- German
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- Basra 1× ep/1044138
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Eine kulturgeschichtliche Bvrajtha und ihre Wandlungen. 278 והאלגסא ואהדה ואלעלם עשרה באלעראק חסעה ובאלדניא ואהדה' ואלטאל ״ עשרה כאלחם חסעה ובאלרניא ואהדהEin Autor führt Folgendes an: Bon den zehn Theilen Erbarmen, die es giebt, hat Mekka neun, lue übrige Welt einen: von den zehn Th. Genügsamkeit sind neun in der Prvphetenstadt (Jathreb - Medina), einer in der Welt. Ebenso ragen Syrien durch Segensfülle, Egypten durch Mitleid hervor. Am meisten Begierden haben die Frauen. Edelsinn ist unter den Arabern am größten; die Juden haben neun Maß der Niedrigkeit erhalten.*) Die Frauen haben nur einen Theil der Tapferkeit erhalten. Die Wissenschaft besindet sich zu neun Theilen in JrSk und der Reichthum zu ebensoviel in Rüm. Wie alt diese muhammedamsche Dekade sei, ist nicht erfichtlich; aber sie muß in den ersten Jahrhunderten des Islam entstanden sein, denn JrLk ist noch der Hauptsitz der Gelehrsamkeit, was sich gewiß auf die Schulen von Basra und Kufa bezieht. Sonst erinnert das Ganze am meisten an die Version, wie sie im bab. Talmud vorliegt. Was dort Jerusalem und Palästina, ist hier Mekka und Medina. Von Ländern werden manche andere und von anderen Gesichtspunkten genannt; aber die eingestreuten nicht ethnologischen Bemerkungen gemahnen zum Theil an die im Talmud befindlichen. Die Frauen erhalten statt der Redefülle die weniger harmlose Fülle von Begierden. Unversehrt blieb nur ein Punkt, der Reichthum der Römer. Natürlich sind bei dein Araber die Oströmer gemeint, und in den ersten Jahr- Hunderten boten diese noch sehr reiche Beute .für die erobernden Saracenen. Daß übrigens die Benutzung unserer Borajtha in muhammedanischen Kreisen alt ist, geht aus der Fassung einer merkwürdigen Tradition hervor, die ebenfalls in einem Codex der RefLijja zu lesen ist (Supplement Nr.?): גא פי אלחבר א: אללה חעאלי קסם אלהיט עלי עשרה' אגוא פאעטי ללתלק כלהם גוא ואחרא ואעטי י) Daß die Juden das niedrigste Volk sind, war bei den Muslims im Leben und Litteratur fast zum Axiom geworden. So sagt Jbn-Chaldun (sä. tzuatrewers I. Bd. S. 244): .וצרבת עליהם אלדלה ואלמסכנה ״Niedrigkeit und Armut sind ihnen ausgeprägt." 18*