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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 6 · p. Seite 247

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 6
Article
Die Söhne des Herodes
Date
1873-01-01
Page
Seite 247 (sequence 7)
Language
German
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Die Söhne des Herodes. 247 und seinen Brüdern heimgesucht wurdet) völlig zu pacificiren. Der Kampf war ein gefährlicher, da Athronges ein nicht unbedeutendes Feldherrntalent besaß und bei seinen Leuten im höchsten Ansehen stand, und da die Insurgenten mit dem Todesmuthe der Verzweiflung kämpften. Das hatten die Nöiner bereits blutig erfahren, als die Aufrührer eine römische Heeresabtheilung, die den Soldaten Munition und Proviant zuführen sollte, in der Nähe von Emmaus derartig umzingelt hatten, daß ein Centurio und 40 Mann Fußvolk trotz der tapfersten Gegenwehr zusammengehauen wurden. Nur durch die herbeieilende Mannschaft des Gratus und eine mit derselben vereinigte Schaar herodianischer Truppen war es damals wenigstens gelungen, den Rückzug der übrigen Leute zu decken, während die Leichen der gefallenen Römer den Feinden zurückgelassen werden mußten. Nach einem langen unb beschwerlichen Guerillakrieg gelang es endlich, die Brüder einzeln unschädlich zu machen. Dem jungen Ethnarchen selbe r wurde der Ehrenpreis des Kampfes zu Theil, indem er den Athronges, den ältesten und angesehensten der Brüder, in seine Gewalt zu bringen verstand und damit den entscheidenden Schlag that. 2) Die beiden im Alter dem Athronges am nächsten stehenden Brüder waren schon vorher, der eine von Gratus, der andere von Ptolemäus zu Boden geschlagen worden, ohne daß durch ihre Niederlage der Widerstand des Oberanführers gebrochen worden wäre. Der jetzt nur noch allein übrige jüngste Bruder war diesen schwierigen Verhältnissen nicht gewachsen, und vom Verluste der Brüder, und namentlich des ältesten, auf's tiefste erschüttert, verzweifelte er an dem glücklichen Ausgang des Kampfes und schloß mit Archelaus eine Convention ab, in Folge deren er sich dem Ethnarchen, der ihm persönliche Freiheit gewährleistete, unterwarf.' So endigte '» Jos. Änt. XVII, 10, 3. 2) Graetz III* S. 203 spricht ohne Beweis von Bedingungen, an die Athronges seine Unterwerfung knüpfte.

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