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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 5 · p. Seite 236

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension] / S. K.
Date
1873-01-01
Page
Seite 236 (sequence 4)
Language
German
Belongs to
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IRI
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836 Recensionen. ״ שם חלקת מחוקק ספוןJa dort ist ein Führertheil aufbewahrt". Er hält die einfache und gesunde Erklärungen non Onkelos und Nascht, welche diese Worte auf das Grabmal Moses bezie- Heu, für nicht annehmbar; er erhebt gegen sie zunächst den Einwand, daß חלקח in dem Sinne von ״Grab" sonst nicht vorkomme. Wir finden es im Gegentheil für poetisch und der gehobenen Sprache des mosaischen Segens entsprechend, daß hier ״ חלקחAntheil, zugefallenes Loos" für die dem Menschen schließlich als eigeilsten Besitz zu Theil werdende Erdscholle des Grabes genommen ist. Dieser Einwurf scheint uns über die Gewissenhaftigkcit hinauszngehen und gehört schon in das Gebiet der Wortspielerei. Und warum zeigt der Verfasser dieselbe Peinlichkeit und dasselbe Festhalten an der ursprünglichen Bedeutung der Wörter nicht auch in -der Uebersetzung des Wortes מחוקק? Dieses Wort heißt fast an allen Orten, wo wir es in der Bibel finden, nichts Anderes, als ״Gesetzgeber", und ist diese Bedentung der Etymologie des Wortes ganz angepaßt, da ״ חקקeingraben" dem Begriffe der Gesetzgebung und der Thätigkeit der Gesetzgeber im Alterthume, wo die Gesetze gewöhnlich in Tafeln eingegraben wurden, am besten entspricht. Ebenso unhaltbar ist der Einwand, daß die Gaditen es vorher nicht gewußt, daß Mose dort das Zeitliche segnen werde, und daß sich das Grab Moses doch eigentlich im Stammgebiete Rubens befand. Fürs Erste sind jene Worte nicht als Grund für die Wahl des Besttzes von Seiten der Gaditen aufzufassen, sondern als Apposition, wofür sie auch nach des Verfassers Auffassung und Uebersetzung gelten; und dann ist das Wörtcheil שם auf das Wort ראשית zurückzubeziehen, welches das ganze von Israel jenseits des Jordans eroberte Gebiet bezeichnet. — Man könnte noch manche andern Stellen anführen, deren Uebersetzung und Erklärung mißglückt zu seül scheinen; aber es würde zu weit führen. Nur den Umstand glauben wir noch erwähnen zu müssen, daß der Verfasser so nebellher zugleich auch die Authenticität anderer biblischen Stücke beiveisen zu können und zum Theil bewiesen zu haben glaubt, wie die Echtheit des Segens Jaacobs, des 90. Psalmes u. a. Es thut diese leichte Art der Beweisführung der Gründlichkeit und der Gewissenhaftigkeit der Forschung, die er auf die sich Vorgesetzte Aufgabe verwendet hat, großen Eintrag. Wer

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