Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 232 (sequence 3)
- Language
- German
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232 Recenfionen. (Mez. 2 b u. a.) ואמרי לח כרי bedeutet es: einige sagten jenen Ausspruch im Namen N.'s und andere sagten ihn blos, sowie er an und für sich lautet, ohne den Namen irgend eines Autors dabei zu nennen" (S. 100). Für das schwierige איוו wird die Vermuthung aufgestellt, es sei apocopirt aus bent Imperativ איול (vgl. Esra 5, 15), eigentlich ״gehe" als Ausdruck der Aufmunterung auf, wohlan! etwa wie das franz. allons! Eine italienische Analogie (st» dioendo) wird für das so häufig vor das Verbum gesetzte קאי ,קאים — ק ,קא angeführt. — Außer diesen und vielen andern Einzelnheiten erhält man durch die von Belegstellen begleiteten Regeln und Paradigmen ein Bild des bab.-talmudischeu Idioms, als dessen Hauptcharakterzeichen ״Streben nach äußerster Verkürzung der Wörter" in den einleitenden Bemerkungen nachgewiesen wird. Und so durfte L. im Vorworte mit Recht der Meinung Rönan's entgegentreten, welcher die talmudische Sprache als der Dunkelheit und Willkür verfallet! ansieht (in Histoire generale des langues semitiqueo S. 228) und behauptet) ihre grammatischen Formen entzögen sich aller Analogie. Bei dieser Gelegenheit werden auch die übrigen Angriffe N.'s auf Styl und Sprachmengerei des Talmud abgewiesen. Mit Absicht haben wir über die zweite, größere Hälfte des von S. Krüger Herausregebenen Werkes zuerst referirt. Denn wie klar, vollständig und exakt auch der biblische Chaldäismus in der ersten Abhandlung behandelt ist, bietet sie der Natur der Sache nach weniger Neues, als jene. Indessen bekämpftLuzatto auch manche Ansicht der früher!! Grammatiker, so die Annahn!e eines Jttaphal G 46; 85). רכן nach Fürst (Lehrbuch § 196) Plural von דף, hält er wahrscheinlich richtiger f. sing, und entstanden aus רך־דין, wie ja solche zusammengesetzte Demonstrativfürwörter nicht selten sind. Besonders eingehende Darstellung wird auch hier den Partikeln und Adverbien zu Theil, deren einige neue Erklärungen zu Theil werden. — Hervorzuheben sind noch zwei Bemerkungen, welche sich gegen die traditionell übliche Lesung der Worte Keri קרי und Gelütha גלוחא kehren. Ersteres muß kerd als Part. pass, letzteres GälütM H ausgesprochen werden. 1) Wirklich findet sich Lei den arabischen Schriftstellern stets נאם ג אלות für Enclarch (vgl. Kerzwini II, 203), so daß damals Rssek Grälülha die übliche Aussprache gewesen sein muß.