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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 4 · p. Seite 187

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1873-01-01
Page
Seite 187 (sequence 6)
Language
German
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IRI
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Recensivtten. 187 Midrasch Nut aus Versehen der Abschreiber eine ganze Zeile weggelassen und mehrfache Verwirrung dort augerichtet worden- Mit einer anderen Lücke, die det Herausgeber (S. 112 b) zwar gefühlt, aber"Unrich1ig ergänzt, hat es folgendes Bewandniß. Im Midrasch Bereschit Rabba c. 16 werden die vier Ströme üüs dem Garten Eden charakteristisch auf die vier, Israel feindlichgesinnten Mächte gedeutet, so daß Pischon auf Babel, Gichon auf Medo-Persien, Chidekel auf Syro-Griechenland, Prath auf Edom- Rom sich bezieht. In der ״Münchener Midrasch-Handschrift v. 1.1418 (cod. n. 97) findet sich an jener Stelle nach den Worten» פישון וו בכל ע״ש ופשו פרשיו noch hinzufügt "״ננסא קורטא קמיע פושכא ein Satz, der in unseren Ausgaben fehlt, aber auch nach dem Aruch r. קרט im Midrasch ergänzt werden muß. Ebenso hatte der Verfasser des sogenannten Raschi-Cominentars zum כ״ר diese Leseart im Midrasch, nur bedarf die dortige Erklärung (Zeile 4 u. 14 ed. Stettin) einer Emendation. Demnach erscheint hier Babel, oder bester Nebukadnezar, mit dem Beinamen ״ein buckliger Zwerg, eine Handbreit kurz." So wird Nebukadnezar auch in der Pesikta 112» mit ננסא רכבל, Zwerg Babels, bezeichnet; der Commentator behandelt bei dieser Gelegenheit die Lücke in unserer Ausgabe des ב״ר, aber es entgeht ihm die richtige Lösung, weil ihm die Leseart aus der Handschrift unbekannt war. Es bedarf allerdings noch eines näheren Nachweises für die Angemessenheit und auch einer besonderen Erklärung für das Vrrständniß dieser ironischen Bezeichnung, der sich auch der Verfaster der aramäischen Introduktion zum Decalog (s. Zunz, Literaturg. S. 76 und 77) für Nebucadnezar bedient. — Es kann uns nicht gestattet sein, über die engen Grenzen einer Recension hinauszugehen, um nähere Nachweise für die werthvollen Beiträge zu geben, welche bei einem eingehenden Studium der Pesikta für Sprach- und Alterthumskunde sich werden gewinnen lassen. Wir müssen uns daher mit einigen Hindeutungen begnügen. S. 7 d ist ein Fragment der Beschreibung von Salomon's Thron, jedenfalls als älteste Quelle einer besonderen Beachtung werth. S. 40 b enthält die Geschichte von der Begegnung Alexanders mit Simon Justus, abweichend von dem Berichte in Joma 69. Für die richtige Erklärung der Tosafot zu Kidduschin

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