Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 4
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 186 (sequence 5)
- Language
- German
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186 Recensionen. das Citat als aus dem Rokeach entlehnt bezeichnet. Im Handschriftlichen Machsor-Commentar, früher Luzzatto, jetzt Halberstamm gehörig, wird unsere Pesikta sehr oft citirt, was ganz natürlich ist, da die älteren Pajtanim, besonders aber Kalir, den Stoff für ihren Kunstbau zum größten Theil aus der Pesikta geholt haben, so daß erst an der Hand dieses Midraschwerkes gar Vieles in den liturgischen Dichtungen verständlich wird. Für die Herstellung des Textes hat der Herausgeber vier Handschriften benutzt, nämlich eine von Luzzatto erhaltene Copie der Handschrift v. I. 1565; eine Copie des cod. Uri n. 119 v. I. 1291; einen Cod. v. I. 1287, in Fez geschrieben, im Besitze Carmoly's; 3. eine Copie vom ood. 261 in der de Rassischen Sammlung. In dem fortlaufenden Commentar widmet Buber der Berichtigung des Textes eine außerordentliche Sorgfalt, weist darin zugleich die Parallelen und deren Abweichungen an anderen Orten genau nach, erläutert sachlich, emendirt sprachlich und zieht hiefür das griechische Sprachgut fleißig her. Bei dieser Gelegenheit wollen wir bemerken, daß für das noch immer nicht genügend erklärte אלעיקי(י (S. 104 a) besser אלחקי zu lesen sei, wie vr. Goldziher im Libanon Jahrg. 6, S. 110 vorschlägt, zumal wir im handschriftlichen Midrasch ood. klon, wirklich אלתקי gefunden haben, was, besonders bei der nachlässigen Schreibweise jener Handschrift, sehr leicht aus אלחקי entstanden sein könnte. Letzteres wäre die arabische Schwurformel, wie האלהים im Talmud.— Nebenher werden wir in dem Commentar mit werthvollen Beiträgen für Berichtigungen des Textes in den beiden Talmuden, den Midraschim, im Jalkut und Aruch beschenkt. Wir können uns nicht zurückhalten, hier wenigstens auf eine berichtigte Stelle im Midrasch Rut hinzuweisen, die in ihrer corrumpirten Gestalt die Darschanim und Maggidim aller Zeiten eifrig beschäftigt hat, um durch die wunderlichsten Combinationen eine Lösung dieses sogenanntenמדרש פליאה zu versuchen. Zu den W. in o. 12 V. 12 ישלם bis שלמה fügt nämlich ר׳ חסא einfach die Schlußworte aus dem Verse אשר מאה u. s. w. ohne jede weitere Bemerkung hinzu, was allerdings auffällig erscheint. Wie aber Buber nachweist, und zwar ans der Pesikta und dem Jalkut zur Stelle, ist im ') Es ist wohl erklärt, es ist das Griechische sixfj Jlamlos, umsonst, mit אל statt על verbunden, wie אלאתר. R.