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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 4 · p. Seite 185

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1873-01-01
Page
Seite 185 (sequence 4)
Language
German
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Recenfionen. 185 dem er zuerst — in der Biographie des R. Nathan, Anmerkung 20 — auf die vom Verfasser des Aruch oft citirte Pesikta aufmerksam machte. Drei Jahre später (1832) hat Zunz in den ״gottesd. Vorträgen der Juden" ein besonderes Kapitel den Untersuchungen über die Pesikta gewidmet, in welchem er eine Restauration derselben durch Hinweisungen auf die Stellen, in denen Fragmente dieser alten Hagada anzutreffen sind, versuchte. Allerdings hat, nachdem die Pesikta uns vorliegt, sehr Vieles von dem, was Zunz combinirt hat, besonders in Betreff der Ordnung und Reihenfolge der einzelnen Pesikta's. die eigentliche Basis verloren und muß somit fallen gelassen werden; allein immerhin bleibt noch Vieles darin übrig, das im Verein mit den weiteren Forschungen Buber's zu sicheren Resultaten führen kann. Wie dieser innerhalb jener Untersuchungen nicht stehen geblieben, wie er vielmehr selbstständig, durch eine seltene Ausdauer und eine immense Belesenheit unterstützt, geforscht und geprüft hat, davon legt die Herstellung der Pesikta in Text und Commentar ein glänzendes Zeugniß ab. Besonders verdient die mit großer Sachkenntniß und Gründlichkeit geschriebene Einleitung hervorgehoben zu werden. Dieselbe verbreitet sich über den Namen und die Abfassung der Pesikta, ihr Verhältuiß zu andern, dem Inhalte oder der Bezeichnung nach ähnlichen Sammlungen, giebt nähere Nachweisungen, wo die Pesikta von verschiedenen Autoren angeführt wird und beschreibt die für die Edirung benutzten Handschriften. Sehr eingehend wird die unter dem Namen ״große Pesikta" bekannte Sammlung der Hagada in ihrer Abhängigkeit und Verschiedenheit von der alten Pesikta beleuchtet und alle die Stellen sorgfältig verzeichnet, besonders die aus dem Jalkut und Aruch, in denen die große oder auch die alte Pesikta angeführt werden. Die Reihe eröffnet Saadia; doch möchten wir bezweifeln, ob dessen Kenntniß von der Pesikta aus den von Abudraham für das Schofarblasen im Namen Saadia's angegebenen Gründen sicher gefolgert werden dürfte, da nach einer von vr. Steinschneider erhaltenen Mittheilung jene Gründe im Siddur des genannten Gaon sich nicht finden. Zu den Nachweisungen wären noch die öfteren Citate aus der Pesikta bei Juda Calaz in dem ספר המוסר nachzutragen, auch die bei Hirz Treves im Commentar zum Gebete für den Neujahrstag, der aber einmal

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