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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1873-01-01 · Heft 4 · p. Seite 184

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
22 (1873)
Issue
Heft 4
Article
[Rezension]
Date
1873-01-01
Page
Seite 184 (sequence 3)
Language
German
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184 Recensionen. dann wirklich erworben?" als ״aus dem Westen" angeführt wird, womit ohne Zweifel auf die Pesikta gezielt wird, die S. 33b den Satz als ein מתלא kennt. Der Herausgeber und Commentator dieses klassischen Midraschwerkes, Herr Salomon Buber in Lemberg, hat noch mehr Beweise beigebracht, um damit die Behauptung, daß Palästina das Vaterland dieser hagadischen Saminlung sei, festzustellen. Somit hätten wir in der Pesikta das älteste Literaturwerk auf dem Gebiete der Hagada zu erblicken, wie in der That Mein in der Einleitung zum Abot-Commentar die Pesikta neben der Mechilta nennt. Buber glaubt sogar die Zeit der Abfassung näher bestimmen zu können. Da er nämlich nachweist, daß die Alten dieses Werk dem R. Kahana zuschreiben, dieser aber als ein Schüler von Nab und R. Jochanan bekannt sei, soniit falle die Abfassung des Werkes mit der Redactiou der jerusalenüschen Gemara fast zusammen und sei demnach ins vierte Jahrhundert ju versetzen. Es bedarf diese Behauptung allerdings noch mehrfacher Bestätigung, die erst durch eine nähere Kenntnißnahme von den in dem Werke angeführten Namen der Lehrer, wie auch durch ein vergleichendes Studium der Pesikta mit anderen Quellenschriften, besonders mit dem Jeruschalmi, ge- Wonnen werden dürfte. Zunz, gottesd. Vorträge der Juden S. 195, verlegt die Abfassung in das Ende des 7. Jahrhunderts, hält das Buch überhaupt jünger als die Sammlung des Midrasch zum 1. und zum 3. Buche Mosis, wie auch zu den Klageliedern, während Rappoport, Erech Millin Art. אפטרחא die Pesikta älter als den Midrasch zum t. Buche Mos. erweist. Zu den oben angegebenen Kriterien für die Feststellung der Abfassungszeit werden auch die sprachlichen Beziehungen nicht außer Acht zu lassen sein. So wird daraus, daß in der Pesikta Manches im aramäischen Sprachidiom und in knapper Darstellung gelesen wird, was im Midrasch zum 1. Buche Mosis in fließendes Hebräisch bereits umgesetzt ist, nicht selten auch erweitert sich findet, zu schließen sein, daß der letzterwähnte Midrasch jünger als die Pesikta sei. Jedenfalls läßt sich bestimmt erweisen, daß dem Ordner des Midrasch zum Hohenlieds und zum 2. Buche Mosis die Pesikta bereits Vorgelegen habe. Die erste Kunde von dem Vorhandensein der alten Pesikta verdanken wir den bahnbrechenden Forschungen Rapoport's, in-

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