Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 22 (1873)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Septuagintalübersetzung zum Buche Kohelet
- Date
- 1873-01-01
- Page
- Seite 169 (sequence 2)
- Language
- German
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- Origen 1× ep/1025440
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Septuagintalübersetzmig junt Buche Kohelet. 169 meisten auffiel, das mar ihre übertriebene Wörtlichkeit, wie sie sonst in diesem hohen Maaße bei keinem anderen Buche angetroffen wird; besonders aber stieß man sich an das für die Partikel אח fast durchgängig gebrauchte <7, v, was bekanntlich auch der Uebersetzung Aquila's eigen ist. Graetz glaubte schon hieraus schließen zu dürfen, daß die ganze Uebersetzung zu diesem Buche von Aquila herrühre und in ähnlicher Weise wie Theodotions Uebersetzung zu dem B. Daniel dem griech. Kanon einverleibt worden sei. Doch ist es bedenklich, aus solch äußerlichen, wenn auch ziemlich markanten Anzeichen Folgerungen von dieser eminenten Bedeutung abzuleiten, zumal wenn sich für jene Anzeichen auch eine andere annehmbare Erklärung finden läßt. Was zunächst die Wörtlichkeit der Uebersetzung betrifft, so ist sie an und für sich kein genügend entscheidendes Merkmal, um auf die Urheberschaft Aquila's schließen zu lassen, inan begegnet dieser Erscheinung mehr oder minder auch in den anderen BÄchern der LXX; außerdem kann auch ein anderer als Aquila dies Prinzip beini Uebersetzen befolgt haben. Selbst das aw ist nicht beweiskräftig genug, da dasselbe aus der Hexapla des Origenes in die Codices und von da in unsere Editionen übergegangen sein kann. Montfaucon zählt in seinem Sammelwerke eine ganze Menge solcher Fälle auf, wo avv mittelst Asteriskus int Septuagintaltexte eingeschaltet war und zu Judic ogp. 9 nennt er einen Codex, in welchen aw ohne Asteriskus stehen geblieben ist. Dies ist also, wie wir sehen, nicht der richtige Weg, den Ursprung unserer Uebersetzung zu ermitteln. Das Rathsamste in unserem Falle ist unstreitig, wenn man anstatt sich an solche zufällige Aeußerlichkeiten zu halten, die ganze Uebersetznng, so wie sie uns vorliegt, nach ihrem innern Wesen prüft, wenn man gleichsam jedes ihrer Tyeile über sich selber Zeugenschaft ablegen läßt, wem sie ihr Entstehen zu verdanken habe. Wollten wir dem Origenes Glauben schenken, dann müßten wir von vornherein auf jede Untersuchung, ob unsere Uebersetzung Aquila zum Verfasser haben könne, verzichten. Origenes hat nämlich in seiner Hexapla unserer Uebersetzung einzelne Fragmente ans Aq's. Version an die Seite gesetzt und damit auf's Klarste gezeigt, daß er Letzteren nicht für den Urheber unserer Uebersetzung gehalten habe. Graetz sucht hier einen Ausweg in der Amtahme, daß es